Heilpilze in der Onkologie

Dem Immunsystem Kompetenz geben – Heilpilze in der Onkologie

Aktuelle Studien belegen positive Effekte / Dr. Ortwin Zais

 

NK-Zellen (natürliche Killerzellen) sind ein wichtiger Teil einer Antwort des Immunsystems auf „Fremdes”. Besonders bei einem Angriff durch Viren oder bei Tumorzellen wirken die NK-Zellen als Vertreter der ersten Immunantwort. In der therapeutischen Begleitung von Tumorerkrankungen kommt den NK-Zellen eine besondere Bedeutung zu. Der Angriff der NK-Zellen richtet sich gegen bestehende wie auch entstehende Tumorzellen. Heilpilze, die in besonderem Maß die Bildung von NK-Zellen aktivieren, sind natürlich und stehen nicht in negativer Wechselwirkung zu Chemotherapeutika oder anderen therapeutischen Maßnahmen bei Tumorerkrankungen. Daher können Heilpilze unabhängig und effektiv eingesetzt werden. Im Rahmen einer Studie konnte gezeigt werden, wie die NK-Zell-Aktivität unter dem Einfluss von Heilpilzen an Effektivität zunimmt.

Jede Zelle, unabhängig von ihrer Funktion oder Herkunft, hat auf der Oberfläche Rezeptoren. Mit Hilfe dieser Rezeptoren werden Kontakte gesteuert, Aktionen gestartet oder unterbunden. Für das Immunsystem entscheidend ist die Information „Freund oder Feind“ an der Zelloberfläche.

Körpereigene Zellen werden unter anderem durch MHC-1-Komplexe gekennzeichnet. Fast alle Zellen des Menschen tragen an ihrer Oberfläche MHC-1-Rezeptoren. Mit diesen reagieren die Abwehrzellen des Immunsystems dann, wenn über diese MHC-1-Rezeptoren Gefahr signalisiert wird. Und Gefahr für den Körper ist alles, was sich nicht in die Gemeinschaft der 70 Billionen Zellen, die einen Menschen ausmachen, einbindet.

MHC-1-Komplexe, die in ihrer Ausprägung in einer Weise verändert (abgeschwächt) sind, dass sie vom Immunsystem als ungewöhnlich oder gar fremd identifiziert werden, lösen eine Immunantwort im Sinne einer Zellzerstörung aus. Auch T-Lymphozyten sind ein Teil dieses Abwehrmechanismus. Zur Aktivierung der T-Lymphozyten ist es allerdings notwendig, dass die MHC-1-Komplexe, unabhängig von Freund oder Feind, bekannt sind.

Zeigen die MHC-1-Komplexe leichte Veränderungen oder sind gar völlig unbekannt, kommen die Nk-Zellen ins Spiel. Sie gehören zur unspezifischen Immunantwort und greifen die Zellen an, die veränderte, fremde oder keine MHC-1-Komplexe an ihrer Zelloberfläche tragen. Viren oder Tumorzellen gehören zu den Zielen der NK-Zellen.

Viren und Tumorzellen tragen auf ihrer Zelloberfläche veränderte MHC-1-Komplexe oder lassen diese gänzlich vermissen. Diese Zellen werden dann von NK-Zellen angegriffen und über eine komplizierte Kaskade an Abläufen letztlich eliminiert. Zellen, die körpereigen sind, tragen für das Immunsystem bekannte MHC-1-Komplexe. Für diese Komplexe besitzen NK-Zellen entsprechende Rezeptoren, die eine Aktivität im Sinne einer Abwehr und Vernichtung unterbinden.

NK-Zellen werden aus lymphatischen Stammzellen hauptsächlich im Knochenmark, aber auch in Leber und Thymus gebildet. Dem Botenstoff Interleukin 15, der nahezu ausschließlich im Knochenmark zu finden ist, kommt in der Entwicklung einer Stamm- zu einer NK-Zelle eine wesentliche Bedeutung zu. Interleukin 2 und Interleukin 18 sind weitere Botenstoffe, die die Entwicklung der NK-Zellen triggern.

 

Wirkung auf das Immunsystem

Die Zellen des Immunsystems machen etwa zwei Kilogramm des Gesamtkörpergewichtes aus. Alle Stoffe, die den Menschen auf verschiedensten Wegen erreichen, werden durch das Immunsystem kontrolliert. Dabei spielt Toleranz eine ebenso wichtige Rolle wie die Erkennung von Freund und Feind. Toleranz beschreibt die Fähigkeit des Immunsystems zu erkennen, was zwar fremd für den Körper ist aber trotzdem einen Weg in das System finden darf. Hierzu gehören zum Beispiel Nahrungsmittel. Viren, Bakterien und veränderte Körperzellen sind dagegen für das System Mensch nicht tolerabel und daher zu eliminieren.

Der regulierende und fördernde Einfluss der Heilpilze auf das Immunsystem ist bekannt. Verschiedene Substrate aus den Pilzen sorgen für ein breites Spektrum an Unterstützung. So hat zum Beispiel der Reishi (Glänzender Lackporling/ Ling Zhi;Ganoderma lucidum) über 400 bekannte bioaktive Substanzen „an Bord“. Das trifft in ähnlichem Umfang auf alle Heilpilze zu.

B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin K1 und Vitamin A, Vitamin C, Carotin sowie Ergosterin sind in verschiedener Konzentration in Heilpilzen zu finden. An wesentlichen Mineralien enthalten Heilpilze Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Zudem lassen sich Spurenelemente wie Zink, Germanium, Kupfer, Selen, Mangan und Molybdän nachweisen. Mindestens sieben der acht essenziellen Aminosäuren sind in Heilpilzen enthalten. Ballaststoffe sorgen für eine Stuhlregulierung, binden Toxine und beeinflussen den Cholesterinstoffwechsel.

Triterpene besitzen anti-allergische Eigenschaften, beeinflussen den Leberstoffwechsel und regen das Immunsystem an.

Polysaccharide, in der Hauptsache ß-Glucane, regen in hohem Maße die Bildung von Zytokinen, T-Helfer-Zellen, Immunmodulatoren und NK-Zellen an.

 

Die NK-Zell-Aktivierung

Insbesondere der Einfluss auf die Aktivierung von NK-Zellen stand im Mittelpunkt einer Untersuchung, die in einem deutschen Labor mit einem Pilzkombinationspräparat aus Extrakt und Pulver mit verschiedenen Pilzarten durchgeführt wurde [1]. Verschiedene Heilpilze wurden dabei in ihrer Auswirkung auf die Aktivitätssteigerung von NK-Zellen verglichen. Ausgehend von drei Stufen einer Grundaktivität (stark reduziert, reduziert und normal) zeigten Agaricus blazei murill (Sonnen- oder Mandelpilz) und Maitake (Klapperschwamm / Laubporling, Grifola frondosa) erwartungsgemäß eine Aktivierung der NK-Zell-Aktivität.

 

Die Laborstudie zeigt, dass insbesondere Patienten mit einer stark reduzierten NK-Zell-Grundaktivität, wie beispielsweise. bei Krebspatienten, der Nutzen der Heilpilze besonders groß ist.

Überraschend und für Therapiekonzepte gerade in der Onkologie besonders interessant, ist die Tatsache, dass der Hericium erinaceus (Igelstachelbart / Affenkopfpilz) die stärkste Aktivierung der NK-Zell-Aktivität aufweist – und zwar in allen beschriebenen Gruppen (stark reduziert, reduziert und normal).

Hericium:                                                            214 +/- 75 % (n=27)

Agaricus:                                                           180 +/- 77 % (n=30)

Maitake:                                                            161 +/- 38 % (n=26)

Coriolus:                                                            159 +/- 46 % (n=28)

Coprinus:                                                           142 +/- 38 % (n=28)

—————————————————————————————–

Polyporus:                                                               125 +/- 15 % (n=27)

Auricularia:                                                             125 +/- 21 % (n=25)

Reishi:                                                                      123 +/- 19 % (n=24)

Roter Ginseng:                                                         120 +/- 21 % (n=29)

Cordyceps:                                                               116 +/- 16 % (n=29)

Shiitake:                                                                   116 +/- 21 % (n=26)

 

Das ist deswegen gerade in der Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen besonders spannend, weil der Hericium seinen Focus auf der Magen- und Darmschleimhaut hat. Der Darm wiederum ist das wichtigste immunologische Organ und leidet extrem unter der modernen Chemotherapie. Mit der Wirkung auf die NK-Zell-Aktivität erweitert sich das Spektrum der Versorgung von Tumorpatienten mit Heilpilzen um ein Vielfaches.

Interessant ist, dass auch der Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete) einen günstigen Einfluss auf die NK-Zell-Aktivität hat. Er ist intensiv beforscht und zeigt bei verschiedenen Tumorentitäten günstige Verläufe in den Überlebensraten im Vergleich zu konventioneller Therapie und/oder Placebo. Dieser Heilpilz enthält zwei wichtige aktive Substanzen als proteingebundene Polysaccaride, nämlich PSK (Krestin) und PSP (Polysaccarid-Peptid). Der Schwerpunkt des Coriolus liegt in der regulativen Unterstützung bei chronischer Entzündung, die eine wesentliche Ursache in der Genese von Tumorerkrankungen ist.

Außerdem weist der Coriolus eine hohe Aktivität gegen Viren, Bakterien und schädlichen Mykosen auf. Derartige „Nebenbaustellen” sind bei Tumorpatienten häufig zusätzliche Belastungen. Antibiotika als Chemotherapeutika – so wurden Antibiotika lange Zeit genannt bevor dieser Begriff Eingang und Alleinstellungsmerkmal in der Krebstherapie erfuhr – weisen wiederum ein belastendes Nebenwirkungspotenzial auf.

Alle Heilpilze besitzen die Fähigkeit, Betroffenen ihre Immunkompetenz zurück zu geben. Gerade in der Onkologie werden für verschiedene Heilpilze positive Effekte beschrieben. Sie beziehen sich auf bessere Verträglichkeit konventioneller und aggressiver Chemotherapie und Bestrahlung. Metastasenbildung oder Zweittumore als Folge, zum Beispiel von Strahlentherapie, werden signifikant reduziert.

 

Fazit

Eine bessere Lebensqualität mit weniger Erschöpfung, verbesserter Leistungsfähigkeit, daher auch immunologisch bessere Voraussetzungen sind einige wichtige Aspekte, die den Einsatz von Heilpilzen in der Onkologie so wertvoll machen. Mit der Darstellung des Einflusses von Heilpilzen auf die NK-Zell-Aktivität ist ein weiterer Aspekt in der Nutzung von Heilpilzen bei der Behandlung von Tumorerkrankungen nachhaltig belegt.

Quellen:

[1] Es handelt sich um eine beauftragte Laborstudie zur NK-Zellaktivität verschiedener Vitalpilzarten. Verwendet wurden in der Untersuchung Terra Mundo Pilzkombinationspräparate (Zusammensetzung: 250 mg Extrakt, 150 mg Pilzpulver, 30 mg Bio-Acerola)

[2] Eliza WL, Fai CK, Chung LP: Efficacy of Yun Zhi (Coriolus versicolor) on survival in cancer patients: Systematic review and meta-analysis. Recent Pat Inflamm Allergy Drug Discov. 2012 Jan;6(1):78 – 87.

Krebspatienten wünschen sich mehr Lebensqualität

Die Diagnose Krebs bedeutet immer noch einen tiefen Einschnitt in das Leben der Betroffenen. Eine ganzheitliche Therapie betrachtet Körper, Geist und Seele als Einheit. Sie kann dem Patienten eine wertvolle Unterstützung bieten und die Lebensqualität spürbar verbessern.

Operation, Chemo- und Strahlentherapie sind die bewährten Standardmethoden in der Behandlung von Krebserkrankungen. Viele Patienten leiden durch die Erkrankung oder als Nebenwirkung der Therapie an Schlafstörungen, Erschöpfung, Appetitmangel, Schmerzen und Niedergeschlagenheit. Hinzu kommt, dass die Patienten in dieser schwierigen Situation oftmals auch Nähe, Vertrauen, Verständnis, Wertschätzung, Mitgefühl, also kurz menschliche Wärme vermissen.

Immer mehr Patienten wollen mit einem ganzheitlichen Therapieansatz zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen und die schulmedizinische Behandlung unterstützen. Die am häufigsten eingesetzte komplementäre Krebsbehandlung ist die Misteltherapie, die auf über 100 Jahren Erfahrung basiert Sie wird unterstützend zur schulmedizinischen Tumorbehandlung oder auch im fortgeschrittenen Stadium angewendet. In zahlreichen Studien wurden ihre Wirkungen nachgewiesen. Patienten erleben das am deutlichsten in Verbesserungen bei der Lebensqualität, was sich z.B. in besserem Schlaf, geringerer Erschöpfung und Müdigkeit, vermindertem Schmerz, zunehmendem Appetit und weiteren Faktoren äußern kann.

Die Misteltherapie regt die Selbstheilungskräfte an, stärkt das Immunsystem und normalisiert die Temperaturregulation, so dass der Körper besser durchwärmt wird. Das als unangenehm empfundene Kältegefühl und Frösteln lassen nach und das Allgemeinbefinden bessert sich. Weiter kann die Misteltherapie Krebspatienten dabei unterstützen, die Weichen ihres Lebens neu zu stellen und aktiv zu ihrer Therapie beizutragen. Denn Patienten spritzen das Präparat nach Anleitung durch den Arzt in der Regel selbst unter die Haut.

Mithilfe von Herstellerangaben können Therapeuten den geeigneten Wirtsbaum auswählen und die Therapie individuell auf ihre Patienten abstimmen.

Nutzen und Risiken komplementärer und alternativer Therapien bei Krebs: Sind solche Therapieverfahren sinnvoll?

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene immer ein Schock. Das Urvertrauen in die körperliche Gesundheit und Unversehrtheit ist plötzlich gestört, Angst und oft auch Ratlosigkeit herrschen vor. Therapiemöglichkeiten der Schulmedizin wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung verursachen häufig noch zusätzliche Ängste wegen der bekannten Nebenwirkungen, aber auch oft wegen Schicksalen, die man in der eigenen Familie oder im Umkreis mit diesen Therapien miterlebt hat.

Heute im Zeitalter der Verfügbarkeit von unendlich viel Information über das Internet (“ Dr. Google“) finden Patienten Informationen für alle Krankheiten vor allem für Krebs. Vergessen wird bei der Einholung von Information über die modernen Medien jedoch oft, dass diese Information keiner Kontrolle unterliegen, ob sie korrekt sind oder nicht. Man muss sogar davon ausgehen, dass mehr als 75% aller dieser Informationen nicht nützlich sind oder für Patienten sogar schädlich sein können. Bei Patienten mit Krebs, bei denen eine falsche Strategie oder eine verzögerte Therapie zu vermehrtem Leid oder sogar zu früherem Tod führen könnte, ist dies eine gefährliche Konstellationen.

Auf der anderen Seite zeigt sich in Studien, dass besser informierte und an ihrer Heilung mitwirkende Patienten die bessere Prognose haben.

Wie können Patienten nun unterscheiden, welche Informationen nützlich sind oder nicht? Gibt es Warnsignale, die man nicht übersehen sollte? Welche der vielen angebotenen alternativen Therapien bei Krebs, seien es Diäten, seien es spirituelle oder andere Verfahren, sind sinnvoll und nützlich?

Gerade bei einer einschneidenden Diagnose wie Krebs mit manchmal vielfältigen und widersprüchlichen Therapieangeboten ist es wichtig mehrere Meinungen einzuholen. Viele Patienten kommen daher auch ambulant zu einer Besprechung ihrer Krankheitssituation und möglicher Therapiealternativen in die Privatpraxis Dr. Herzog.

Zahlreiche Patienten möchten aber auch wissen, welche zusätzlichen ergänzenden komplementäre Therapieverfahren sinnvoll sind zur Stärkung des Immunsystems, zur Reduktion chemotherapiebedingter Nebenwirkungen und zur Verbesserung bzw. Erhaltung der Lebensqualität. Viele dieser Therapieverfahren sind auch ambulant möglich, zum Beispiel die lokale Hyperthermie, Infusionstherapien, Ozontherapie, Magnetfeldtherapie oder Physiotherapie.

Elephant Multiprediktor: Die neue Dimension in der personalisierten Krebsbehandlung

Tumoren sind individuell wie der Fingerabdruck des Patienten. Ohne das Wissen um die genetischen Besonderheiten des individuellen Tumors funktioniert auch eine leitliniengerechte Therapie nur nach dem Versuch und Irrtum Prinzip mit viel Hoffnung.
Eine individualisierte Krebsbehandlung, die diesen Namen verdient, ist ohne eine umfassende Analyse des genetischen Fingerabdrucks grundsätzlich nicht möglich. Wenn für die Tumorbehandlung gegenwärtig überhaupt molekulare Tests zu Grunde gelegt werden, sind diese sehr simpel und nur von begrenzter Aussagekraft.
Die von NextGen Oncology entwickelte ELE.PHANT Analyse erstellt dagegen ein therapiefokussiertes umfassendes genetisches Abbild des Tumors. Untersucht werden alle behandlungsrelevanten Anteile des Tumorgenoms: Alle 20 000 Gene des Menschen werden bezüglich ihrer Aktivität analysiert. Alle diese Gene werden in Bezug auf therapierelevante Mutationen hin untersucht. Die wichtigsten Krebsgene werden gesondert analysiert. Die Untersuchungen werden, wo erforderlich, durch immunhistochemische Zusatzuntersuchungen ergänzt.
In einem umfassenden ELE.PHANT Report erfolgt dann die klinische Bewertung der Ergebnisse dieser Untersuchungen. Grundlagen dieser Bewertung ist unsere proprietäre Follow-up-Datenbank OncoDataBase Düsseldorf und der Abgleich des genetischen Fingerabdrucks mit weltweit und lokal durchgeführten aktuellen Therapiestudien. Alle medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten in Bezug auf die genetischen Merkmale des Tumors werden dargelegt.
ELE.PHANT liefert darüber hinaus die notwendigen genetischen Informationen für das Design von individuellen Krebsimpfstoffen auf der Grundlage von mutierten Neoantigenpeptiden.

Lymphödem – Sinn und Funktion des Lymphsystems

Das Lymphsystem dient der Entsorgung des Gewebes von Abbaustoffen. Das Lymphsystem besteht aus feinen Lymphkanälen, in denen die Lymphe über Zwischenstationen, en Lymphknoten zum Körperzentrum fließt.  Dort wird die Lymphe wieder in das Blut abgegeben. Die Lymphflüssigkeit besteht zum Teil aus Wasser, darüber hinaus enthält sie Eiweißsubstanzen, Zelltrümmer, abgestorbene Zellen, feine Fremdkörper(z.B. Staub) Bakterien und andere Krankheitserreger.

In den Lymphknoten Stationen, wird die Lymphe gefiltert, Krankheitserreger durch Lymphozyten(spezielle weiße Blutkörperchen) abgetötet und Wasser entzogen.

Jedem bekannt sind die Lymphknotenschwellungen bei z.B. Halsentzündungen.

Was ist ein Lymphödem:

Werden Lymphabflußkanäle geschädigt, was durch Operationen, durch Bestrahlung oder durch Tumore im Lymphsystem entstehen kann, staut sich die Lymphe zurück und es kommt zu einer Schwellung des Gewebes (Lymphödem). Häufige Lymphödeme bei Krebskranken sind das Lymphödem des Armes nach Brustoperation oder Bestrahlung, das Lymphödem der Beine bei Unterleibsoperationen oder Unterleibsbestrahlungen, sowie das Lymphödem des Gesichtes bei Hals-Nasen-Ohrentumoren nach Bestrahlung des Halses.

Anfangs ist das Lymphödem noch weich, die Schwellung ist mit dem Finger eindrückbar. Mit der Zeit verfestigt sich das Gewebe, das Lymphödem lässt sich dann immer schwieriger wegdrücken.

Bereits hieraus ergibt sich, das ein lymphödem möglichst bereits im Frühstadium richtig behandelt werden muss.

Behandlung des Lymphödems:

Die Behandlung des Lymphödems besteht in regelmäßiger Lymphdrainage. Die Lymphdrainage ist eine Massage des geschwollenen Gewebes mit einer bestimmten Technik. So muss zuerst in den körpernahen Abschnitten Lymphe zur Körpermitte mobilisiert werden, ehe entferntere Abschnitte behandelt werden können. Die Lymphdrainage ist ein Streichmassage. Häufig ist nach der Lymphmassage zur Verhinderung einer raschen erneuten Anschwellung ein Kompressionsverband bzw. ein Kompressionsstrumpf erforderlich.

Ergänzend zu Lymphdrainage und Kompression kommt die Bewegungstherapie hinzu. Durch eine mäßige Muskelarbeit (Muskelpumpe) bei bestimmten gymnastischen Übungen wird der Abtransport der Lymphe gefördert, insbesondere bei gleichzeitiger Kompressionsbandage.

Mit Heilerde den Körper natürlich wirksam entgiften

„Heilerde finde ich so sympathisch, weil es ein natürliches Heilmittel ist!“ sagt Dr. med. Michael Radecki, Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde, GanzGesund Zentrum in Köln. In diesem Video von Anne Welsing, das im Auftrag von Luvos Heilerde entstand, erzählt Dr. Radeki, dass man mit Heilerde natürlich wirksam entgiften und sich vor Schadstoffen und Umweltgiften aus der Nahrung schützen kann.

Welche Rolle spielt Zucker in der Ernährung bei einer Krebserkrankung?

Es gibt ca. 50 verschiedene Diäten, welche alle behaupten hilfreich gegen Krebs zu wirken.
Einige dieser Diäten verbieten strikt Zucker, Süßigkeiten und sogar Kohlenhydrate.

Einige Laborversuche unterstützen diese These:

Der Biochemiker und Arzt Otto Warburg beobachtete 1924, dass Tumorzellen einen höheren Laktatgehalt haben als gesunde Zellen. Daraus entstand die Hypothese, dass Krebszellen hauptsächlich Glukose (Stoffwechsel Endprodukt von Zucker) für ihre Energiegewinnung nutzen Tumorzellen sind sogar in der Lage, Glukose ohne Sauerstoff zu verbrennen (Anaerob). Die Warburg-Hypothese basiert auf der Idee, dass eine verminderte Funktion von Mydrocondrien in Krebszellen verantwortlich ist für Krebswachstum.

Andere Wissenschaftler bewiesen, dass Krebszellen nicht wachsen können, wenn sich keine Glukose in der Nährlösung befindet.
Basierend auf dieser Theorie verbieten die meisten Diäten den Konsum von Glukose.

Was passiert im wirklichen Leben?

Obwohl die Idee durch weglassen von Glukose die Krebszellen auszuhungern durchaus plausibel ist – es funktioniert nicht.

Weshalb nicht?

Und aus welchem Grund beinhalten Ernährungsformen, die als Krebs präventiv gelten, wie z.B. die mediterrane Küche, reichlich Kohlenhydrate und zuckerhaltige Speisen enthalten und dennoch in der Bevölkerung eine um 30% geringere Erkrankungsrate bei vielen verschiedenen Krebsarten nach sich ziehen?

Die Antwort ist recht einfach: Das wirkliche Leben funktioniert nicht wie eine Zellkultur!
Alle Zellen unseres Körpers benötigen einen relativ konstanten Glukosespiegel im Blut, da alle wichtigen Körperfunktionen auf Glukose angewiesen sind (z.B. die Funktion unseres Gehirns, des Herzmuskels und anderer Muskeln).

Glukose ist der wichtigste Energielieferant für schnelle Reaktionen. (In der Evolution war es ( lebens)notwendig Energie parat zu haben, um z.B. so schnell wie möglich weglaufen zu können, falls plötzlich ein Säbelzahntiger auftauchte).

Also ist es nicht möglich den Glukosespiegel im Blut auf einen Stand zu bringen, bei dem Tumorzellen verhungern. Bei niedrigem Glukosespiegel z.B. nach einer Überdosis fällt der Körper ins Koma und die Tumorzellen ebenfalls. Aber dieser Zustand ist mit dem Leben nicht vereinbar.

Krebszellen bedienen sich als erste aus dem Glukoseangebot im Blut.

Krebszellen entstammen Körperzellen und können sich daher wie alle anderen Zellen auch mit Glukose versorgen. Tumorzellen haben ein unkontrolliertes Wachstum und daher versorgen sie sich auch ständig mit Nahrung. Bisher gibt es keinen Weg, dies zu vermeiden.
Daher müssen wir die Tatsache akzeptieren, dass es nicht möglich ist den Blutzuckerspiegel so zu reduzieren, dass Krebswachstum gestoppt oder verhütet wird.

Selbst wenn wir eine Glukose- und Kohlenhydratfreie Diät streng einhalten, wird unser Körper seinen Blutzuckerspiegel stabil halten, indem er Proteine aus unseren Muskeln zur Energieversorgung nutzt.
Völlig auf Kohlehydrate zu verzichten kann sogar gefährlich sein, denn dieses würde zu einem Muskelverlust führen. Es macht also wenig Sinn, eine Kohlenhydratarme oder –freie Diät zu wählen.

Schlußfolgerung:

Süßigkeiten und Kohlenhydrate sind für Krebspatienten nicht verboten.

Allerdings ist der Genuss von zu vielen Süßigkeiten ungesund, da im Zucker für die Gesundheit wichtige Nahrungsinhaltsstoffe nicht enthalten sind (z.B. Vitamine, Mineralien und Antioxidantien), die unser Körper und unser Immunsystem benötigen, um funktionstüchtig zu sein

Wenn Sie sich insgesamt gesundheitsorientiert ernähren, wie z.B. mit mediterraner Kost, dann ist es durchaus erlaubt Süßigkeiten als Dessert oder zwischendurch zu genießen.

An Krebs erkrankt zu sein bedeutet ohnehin genug Einschränkungen. Auf die kleine Freude hier und da etwas Süßes zu essen müssen Sie daher nicht verzichten.

Denn wir wissen ebenfalls:

Freude unterstützt das Immunsystem!

Ernährung bei Krebs

Es gibt  keine Ernährungsform, die 100 % vor Krebs schützen kann oder die Krebskrankheit heilt.

Dennoch ist eine gesunde und krankheitsangepasste Ernährung hochwertige Ernährung bei Krebs die Grundlage jeder Therapie.

Grundsätzlich sollte bei Krebs auf eine biologisch hochwertige Nahrung geachtet werden. Unsere gewöhnliche Zivilisationskost deckt den Krebs oder bei der Krebstherapie erhöhten Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen nicht ab.

Für eine gesunde Ernährung gelten die folgenden Grundprinzipien:

  • Bevorzugen Sie vegetarische Nahrungsmittel
  • Essen Sie mehrmals täglich Obst und Gemüse
  • Essen Sie mehrmals täglich Getreideprodukte
  • Achten Sie auf reichlich Ballaststoffe
  • Meiden Sie fettreiche Nahrungsmittel
  • Verwenden Sie frische Nahrungsmittel
  • Beachten Sie die Herkunft der Nahrungsmittel
  • Bereiten Sie Ihr Essen richtig zu
  • Essen Sie richtig

Sie sehen, mit einer von der Tendenz her vegetarischen Ernährung auf vollwertiger Basis können sie diese Empfehlungen leicht umsetzen.

Achten Sie auch darauf, welche Nahrungsmittel sie vertragen. Dies gilt vor allem, wenn durch die Krankheit oder durch die Behandlung die Verdauung gestört ist. Hierzu bestimmt immer mehr die Verträglichkeit, was Sie essen.

Kasteien Sie sich nicht; die Krankheit zwingt zu genug Entbehrungen. Gelegentlich Süßigkeiten, in geringen Mengen Alkohol oder etwas anderes „ ungesundes“ schadet nicht, kann die Lebensfreude aber beträchtlich heben.

Während anstrengender Behandlungsphasen kann der zusätzliche Einsatz von der Ernährungsergänzungsmittel in Tablettenform notwendig sein. Dies gilt vor allem für bestimmte Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und bioaktive Pflanzenstoffe, die die Arbeit des Immunsystems bei der Krebsabwehr unterstützen. Über einen sinnvollen Einsatz dieser Mittel beraten Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt.

Enzyme in der komplementären (begleitenden) Krebstherapie

Der Goldstandard in der Krebstherapie sind die Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und Hormontherapie. Diese Therapieformen haben ihre Effektivität in der Bekämpfung und Behandlung der unterschiedlichsten Formen von Krebs über Jahrzehnte unter Beweis gestellt und wurden laufend dem Stand der Forschung angepasst.

Nach wie vor sind es aber die klassischen Nebenwirkungen der onkologischen Therapien, wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Depressionen, die häufig zum Behandlungsabbruch führen. Auch wünschen immer mehr Patienten Zusatztherapien, um die Erfolgsquote ihrer Behandlung zu erhöhen. Hier setzt die komplementäre Krebstherapie an.

In klinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Krebstherapie ergänzende (komplementäre) Maßnahmen die Lebensqualität und auch die Überlebenszeit der Patienten steigern können. Zu diesen komplementären Empfehlungen zählen eine ausgewogene Ernährung, Bewegung, psychologische Unterstützung und auch Nahrungsergänzungsmittel wie eiweißspaltende Enzyme oder bestimmte Spurenelemente wie Selen und verschiedene Vitamine.

Mit „Enzymen“ ist in diesem Zusammenhang die orale Enzymtherapie mit Kombinationspräparaten, wie etwa den KaRazym® Tabletten gemeint. Diese Tabletten enthalten die Proteasen Bromelain und Papain sowie Pankreatin. Verschiedene Enzympräparate mit dieser oder ähnlicher Zusammensetzung werden seit den 1960er Jahren mit großem Erfolg vor allem bei chronisch-entzündlichen Zuständen eingesetzt. Zu den klassischen Anwendungsgebieten zählen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie Arthrose, entzündliche Gelenkerkrankungen und Muskelrheuma, aber auch Lymphödeme, wie sie nach Tumoroperationen in der Brust und Unterleib auftreten. Die Enzymtherapie hat eine immun-modulatorische Wirkung, d.h. sie unterstützt das körpereigene Immunsystem bei der Bekämpfung von Entzündungszuständen.

Enzyme haben unterschiedliche Wirkansätze in der Krebstherapie. Sie können direkt auf die Krebszelle wirken, in dem sie die Fibrinhülle auflösen, mit der sich Tumorzellen „maskieren“ können, um sich gegen Angriffe durch das Immunsystem zu schützen. Ohne schützende Fibrinhülle werden die Tumorzellen erkannt und können von Killer- und Fresszellen zerstört werden. Auch können diese eiweißspaltenden Enzyme die Haftfähigkeit freigesetzter Tumorzellen an neuen Gewebestrukturen vermindern, was die Bildung und Ausbreitung von Metastasen erschwert.

Zahlreiche Untersuchungen konnten zeigen, dass Enzyme auch die Verfügbarkeit von Gewebshormonen modulieren, so dass das körpereigene Immunsystem Tumorzellen besser angreifen kann. So wird etwa der Wachstumsfaktor TGF-ß durch Enzyme vermindert, mit dem die Tumorzelle die Aktivität des körpereigenen Immunsystems dämpft.

Eiweißspaltende Enzyme können auch Nebenwirkung der Standardtumortherapien reduzieren, sie hemmen Entzündungsprozesse im Gewebe und Schwellungen; die Lebensqualität der Patienten wird deutlich gebessert, die Infektanfälligkeit wird deutlich reduziert. Durch die entzündungshemmende Wirkung kommt es auch zur Reduktion von Magen-Darm-Störungen wie Durchfall und Erbrechen. Auch die nach einer Bestrahlung häufig auftretenden Fibrosen können durch Enzyme gemindert werden.

Zur adjuvanten Krebstherapie werden Breitbandpräparate empfohlen, die alle wichtigen Proteasen in ausreichendem Maße enthalten, um die Tablettenlast der Patienten zu verringern. Hier haben sich besonders KaRazym® Tabletten bewährt, wobei aufgrund des hohen enzymatischen Gehaltes begleitend zur Chemo- oder Strahlentherapie ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis gegeben ist.

Dr. rer.nat. Manfred Heublein

Personalisierte Tumorimmuntherapie mit mutierten Neoantigenpeptiden: ein Update

Die Möglichkeiten und Grenzen der klassischen Chemotherapie bei der Behandlung von Tumorerkrankungen sind bekannt.  Angesichts der kurzfristigen und langfristigen Nebenwirkung   einer ungezielten Chemotherapie und ihrer begrenzten Wirksamkeit suchen informierte Patienten nach anderen intelligenteren Therapien.

Bahnbrechende neue genetische Untersuchungsverfahren haben die Grundlage für vielversprechende innovative Therapieansätze geschaffen. Erstmals ist es möglich geworden die Genaktivitäten und Mutationen aller 20 000 Gene des Menschen in einer Tumorbiopsie oder einer „flüssigen“ Biopsie (Blutprobe, Liquid Biopsy) komplett zu untersuchen (Schaffung eines „gläsernen“ Tumors).

Das ist die Basis für die Entwicklung patientenspezifischer Krebsimpfstoffe durch NextGen Oncology. Die Impfung erfolgt dabei mit kleinen Eiweißbruchstücken, die die individuellen Mutationen des Patienten (genetischer Fingerabdruck) enthalten (mutierte Neoantigenpeptide).

Das Prinzip anderer aktueller Immuntherapien, die auf der Verwendung von sog. Checkpointinhibitoren (z. B. Ipilimumab und Nivolumab) beruhen, ist im Vergleich zu diesem Verfahren weitgehend unspezifisch. Durch diese Medikamente wird nur unspezifisch die Schwelle für eine Immunreaktivität gesenkt mit der möglichen Konsequenz von Autoimmunerkrankung als akuten Nebenwirkungen und Spätfolgen einer solchen Behandlung.

Unter der Behandlung mit diesen mutierten Neoantigenpeptiden lässt sich die Wirksamkeit der einzelnen Impfpeptide überwachen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Mutationsstatus, der durch Liquid Biopsy in der zirkulierenden freien Tumor-DNA ermittelt werden kann. Der Impfstoff kann dadurch in Echtzeit der aktuellen Tumorentwicklung angepasst werden.