Das Jubiläumsjahr des SONNENWEG e.V.

Das Jubiläumsjahr des SONNENWEG e.V., unter der Schirmherrschaft von Herrn Frank Peter Ullrich, Bürgermeister der Stadt Düren, ist ein historisch bedeutungsvolles Jahr.

Der SONNENWEG e.V.schaut auf sein25-jähriges Bestehen. Der SONNENWEG-KONGRESSjährte sich zum 14. Mal. Und ich durfte im August meinen 80. Geburtstag feiern. Für mich persönlich ein mehrfaches Jubiläum, das auch in die Kongressgestaltung und die Jubiläumsfeier „25 Jahre SONNENWEG e.V.“ eingeflossen ist.

Ein Jubiläumsjahr, das Grund und Anlass gibt Erreichtes zu reflektieren und einen Blick in die Zukunft des SONNENWEG e.V. zu werfen.

14. SONNENWEG-KONGRESS • Ganzheitliche Therapien bei Krebs

In einem persönlichen Rückblick möchte ich einige Begebenheiten, Ereignisse und Eindrücke von unserem 14. SONNEMWEG-KONGRESS aufzeigen.  

Die Krebsbetroffenen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, die Menschen als Ganzes wahrnehmen, war und ist Grund und Anlass einen Kongress auszurichten, der das Interesse für „Ganzheitliche Therapien bei Krebs“ berücksichtigt.

25 Jahre SONNENWEG e.V. • 1997 ⁃ 2022 • Das feiern wir!

25 Jahre SONNENWEG e.V. ist und war Grund und Anlass eine Jubiläumsfeier auszurichten.  

Einige Punkte des Festprogramms möchte ich hervorheben.

Es war mir eine große Freude mit Euch ⁃ all unseren Ehrengästen ⁃ zu feiern. Das Grußwort unseres Schirmherrn Frank Peter Ullrich, Bürgermeister der Stadt Düren ⁃ meine Heimatstadt ⁃ war mir Freude und Ehre zugleich.  

Gleichfalls dankbar und berührt schaue ich auf die Festrede von Michael Lingnau, langjähriger Wegbegleiter und ehm. stellv. Vorsitzende des SONNENWEG e.V.

Zur Erinnerung wurde die Jubiläumsfeier filmisch aufgezeichnet.

Was wäre eine Jubiläumsfeier ohne Musik? Die musikalische Umrahmung der Sängerin und Pianistin Kathrin Eigendorf war ein ganz besonderes Highlight.

Mit Blick auf 25 Jahre SONNENWEG e.V. ⁃ Lichtblicke für ein Leben mit Krebs ⁃ sage ich DANKE.

Sonnig herzliche Grüße  

Helga Maschke
Vorsitzende

Festrede – 25 Jahre SONNENWEG e.V.

Verehrter Herr Bürgermeister Ullrich, verehrter Herr Altbürgermeister Stommel, liebe Festgäste, liebe Helga, liebe Frau Sonnenweg,

25 Jahre Sonnenweg ⁃
ein silbernes Jubiläum, das bereits in goldenen Sonnenstrahlen glänzt, mit dem Leitbild der aktiven Hilfe für das Leben mit Krebs.

25 Jahre Sonnenweg,
Jahre, die die Schatten der Krankheitsbedrohung Krebs hinter uns fallen lassen.

25 Jahre Sonnenweg,
den Weg, den vornehmlich unsere verehrte und mehrfach geehrte und ausgezeichnete Gründerin und Vorsitzende Helga Maschke für etliche Menschen in Not hat heller erstrahlen lassen.

Gerne komme ich, liebe Helga, Deiner Bitte nach, zu unserem heutigen Festakt die Historie und Verdienste unseres wunderbaren Vereins Sonnenweg zu würdigen.

Und hier ist es mir Ehre und große Freude zugleich, liebe Helga, Dir auch namens der heutigen Festgemeinde nochmals nachträglich die besten Wünsche zu Deinem kürzlich festlich begangenen runden Lebensjubiläum zu überbringen.

Im Lichte Deiner nach wie vor unbändigen Tatkraft und Vitalität sowie Deines nicht nachlassenden Einsatzwillens für unseren Sonnenweg ist es auch erlaubt, ja mit großer Bewunderung hervorzuheben, dass Du Dein 80. Lebensjahr vollendet hast.

Liebe Helga, wir gratulieren Dir zu Deinen 8 bewegten und bewegenden Jahrzehnten auf unserem blauen Planeten, davon 25 Jahren auf dem Sonnenweg und an der Spitze unseres Vereins!

So gilt der erst donnernde Applaus unserer heutigen Festgemeinde zuvorderst Dir, liebe Helga!

Ich kann mich glücklich schätzen, viele Jahre an Deiner Seite in unserem Verein in unterschiedlichen Rollen und Funktionen maßgeblich mitgewirkt zu haben.

Daher weiß ich mit vielen Mitstreitern sehr wohl:

Ja, liebe Helga, unser Sonnenweg ist Helga Maschke. Und Helga Maschke ist der Sonnenweg.

Unser Verein ist Deine Lebensaufgabe, er ist Dein Lebenselixier.

Du wiederum bist die unverwechselbare Prinzipalin, Antreiberin, Ideen- und Impulsgeberin sowie Steuerfrau.

Du   weist   immer   wieder   in   Bedrängnis   geratenen Menschen einen Sonnenweg.

Und so wurdest Du gleichsam zu Helga Sonnenweg!

Applaus für unsere Frau Sonnenweg!

Diese   Inkarnation   des   Synonyms   unseres   Vereins Sonnenweg und seiner Vorsitzenden leuchtet besonders stark mit dem Blick durch das Brennglas auf Deine Biographie, liebe Helga, in Wechselwirkung zum Werdegang unseres Vereins.

Denn gemäß dem libanesischen Dichter Khalil Gibran muss man durch die Nacht wandern, um die Morgenröte zu erblicken.

Diese Weisheit ist prägend für Dein Leben, liebe Helga, sie ist auch von Anfang an prägend für den und auf dem Sonnenweg.

Mit Blick auf diese sonnenstrahlende Interdependenz ein kurzer Exkurs auf Deinen Lebenslauf:

Mitten im 2. Weltkrieg, am 17. August 1942 in Bardenberg als jüngstes von 5 Kindern des Lehrers Anton und der Hausfrau Margarete Spix geboren, haben die Kriegswirren Dich und Deine Familie kräftig durchgeschüttelt.

Deine beiden weitaus älteren Brüder waren als Soldaten im Einsatz, Deine ältere Schwester Gerta befand sich im Arbeitsdienst. Ein Bruder kam nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Im Kleinkindalter wurdest Du sodann mit Deiner Familie vorübergehend nach Weibersbrunn in den Spessart evakuiert.

Deine Schwester Gerta, mit der Dich ein besonders liebevolles Verhältnis verband, machte Dich durch die Geburt ihrer Tochter bereits mit 2 Jahren zur Tante, starb aber später im Alter von nur 30 Jahren bei einem Autounfall.

Nicht lange, nachdem Dein Vater nach dem Krieg Ende des Jahres 1948 eine neue Anstellung als Lehrer in Echtz bei Düren und damit Deine Familie mit Dir dort ihre neue Heimat gefunden hatten, ereilte im Jahre 1958 Deine Familie und Dich mit gerade einmal 15 Jahren mit dem zu frühen Tod Deines Vaters ein nächster Schicksalsschlag.

Nachdem Du nach erfolgreichem Realschulabschluss bereits mit 20 Jahren den Beruf der Fachkosmetikerin erlernt hattest, musstest Du nach der frühen Scheidung von Deinem ersten Ehemann mit Deinem kleinen Sohn Armin weitere bittere und entbehrungsreiche Zeiten ohne jede finanzielle Unterstützung bewältigen.

Aber auch im Laufe der weiteren privat und beruflich wechselvollen Jahre hast Du Dich nicht unterkriegen lassen, hast Du Deinen Sonnenweg immer wieder gefunden.

Du bist Deine von Erfolg gekrönte Umschulung zur Bürokauffrau ungebeugt und entschlossen angegangen und hast aus eigener Kraft und ohne jede Referenz eine Anstellung als Verwaltungsangestellte in der damaligen Kernforschungsanlage, der KFA, wie wir Jülicher sie überwiegend heute noch nennen, also dem heutigen Forschungszentrum geschafft.

Leider waren die Folgejahre für Dich in privater Hinsicht wiederum sehr leidvoll, weil Dein Sohn von Deinem in den Haushalt seines Vaters wechselte, was Dich tief geschmerzt hat.

Aber nach diesem weiteren Tiefschlag öffnete sich erneut Dein Sonnenweg.

Denn im Jahre 1985 lerntest Du Deinen heutigen Ehemann Ingo kennen.

Nach Eurer Vermählung im Jahre 1987 konntet ihr glückliche Jahre verbringen, was selbstredend bis heute anhält.

Denn Ingo ist von Deiner Seite nicht wegzudenken, ob als Dein geliebter Mann oder Dein Schatzmeister im Sonnenweg, der mit gespitztem Bleistift streng, aber gerecht und mit unnachahmlicher Zuverlässigkeit die Vereinsschatulle hütet.

Im Jahre 1992 ereilte Dich mit der Diagnose Krebs der nächste und wohl herbste Schicksalsschlag, der nicht nur Deine Erwerbsunfähigkeit und damit das Ende Deiner beruflichen Tätigkeit nach sich zog.

Hingegen wurde zeitgleich mit der Nachricht über die Diagnose Krebs Dein Enkel geboren.

Dies hat Dir neue Kraft und neuen Mut verliehen, Dich mit aller Macht gegen die Krankheit aufzulehnen.

Ein unerbittlich harter Lebensabschnitt Deines Kampfes gegen diese heimtückische Krankheit zehrte zwar an Deinen Kräften und Deiner sonst kaum zu überbietenden Zuversicht.

Aber Du hast trotz oder gerade wegen mancher großen Enttäuschungen und schulmedizinischen Fehlbehandlungen schlussendlich diesen Kampf auf Deinem langen Heilungswege gewonnen und vollständige Heilung erfahren, hast Deinen Sonnenweg also wiedergefunden.

Mehr denn je angetrieben von Tatkraft und Entschlossenheit und ausgestattet mit der Strahlkraft der Botschaft für andere Krebsbetroffene hast Du Dich nicht nur sinnbildlich auf den Sonnenweg gemacht, diesen Menschen eine wirklich verständliche und transparente Beratung zukommen zu lassen, damit die Schatten der Krankheit hinter sie fallen können.

Diese enge Verknüpfung zwischen Deinem Lebensweg und dem Werdegang des heutigen Silberjubilars Sonnenweg e.V. manifestiert die besondere Alleinstellung, die unseren Verein von Anfang an ausmacht.

Du hast zunächst eine Selbsthilfegruppe in Jülich ins Leben gerufen, um sodann mit Deinen Mitstreitern am 22. September 1997 den Jülicher Verein Sonnenweg e.V. für Krebsbetroffene zu gründen.

Fast auf den Tag genau feiern wir also heute:

25 Jahre Sonnenweg – 25 Jahre Helga Sonnenweg!

Dies verdient nochmals einen großen Applaus!

Höhen und Tiefen Deines Lebens haben Dich, liebe Helga, nicht gebeugt, im Gegenteil gestärkt und gefestigt, um unaufhörlich Einsatz zu fahren für Menschen, die von der Krankheit Krebs betroffen sind, ob persönlich oder im engen Familien- oder Freundeskreis, mit einem umfangreichen Informations- und Beratungsangebot im Gepäck.

Völlig neu war damals in Jülich dieser individuell ausgerichtete Ansatz der Beratung im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe.

Was hat sich der Sonnenweg gemäß seinem Leitsatz „Leben auch und gerade mit Krebs“ auf seine Fahnen geschrieben?

Den selbstverantwortlichen und -bestimmten Umgang mit der Krankheit Krebs vermitteln; Persönliche Unterstützung im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe leisten; Bedarfsgerechte Beratungskonzepte entwickeln und umsetzen; Menschen miteinander vernetzen; Kooperationen eingehen; Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen zusammenführen und deren Diskurs auch öffentlich befördern; Vortragsveranstaltungen, Seminare, Workshops anbieten und verstehbare Öffentlichkeitsarbeit publizistisch und digital betreiben.

Programmatische Quelle der Aktivitäten des Sonnenwegs ist die ganzeinheitliche Betrachtung des Menschen in körperlicher, seelischer und sozialer Hinsicht, um seine Gesundheit zu stabilisieren, aber auch um Lebensmut, Lebensfreude und Lebensqualität zu erhalten.

Wörtliches Zitat von Dir, liebe Helga, ausgehend von Deiner eigenen Krankheitsbewältigung:

„Ganzheitliche Therapien bei Krebs transparent und möglichst vielen Krebsbetroffenen zugänglich zu machen, das ist mein größtes Anliegen.“

Den Aktiven des Sonnenwegs mit Dir, liebe Helga, am Steuerknüppel ist es in herausragender und bis dahin im ehrenamtlichen Bereich kaum anzutreffender Weise gelungen, Netzwerke bestehend aus Ärzten, Professoren und Wissenschaftlern quer durch die Republik im Dienste und Interesse der ganzeinheitlich- psychoonkologischen Aufklärung des Patienten und zu seiner Unterstützung und Begleitung im Rahmen der komplementären, integrativen und ergänzenden Therapien zu schaffen.

Der Sonnenweg ist mit seinen umfangreichen Aktivitäten in den letzten 25 Jahren zu einer Jülicher Institution geworden, die einen Bekanntheitsgrad weit über unsere Stadtgrenzen hinaus gewonnen hat.

Das Headquarter des Sonnenwegs hat über die 25 Jahre an verschiedenen Standorten einen Wechsel erfahren, aber der Kopf mit Helga Sonnenweg und die unverrückbaren Vereinsziele sind geblieben.

Ein ärztlicher Beirat, in den renommierte Fachleute berufen   sind, berät   und   unterstützt   zudem   den Vorstand des Sonnenwegs laufend.

Highlights der Vereinsarbeit waren seit dem Jahr 2007 das langjährige Angebot des Gesundheitsforums und des Sonnenweg-Lädchens und ist sodann die Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Gespräch“.

Zum absoluten Erfolgsgaranten und -magneten sowie Markenzeichen des Vereins Sonnenweg hat sich seit seiner Premiere im Jahre 2008 der Sonnenweg-Kongress entwickelt, dessen 14. Ausgabe wir heute an unserem hiesigen Standort erleben durften.

Der Sonnenweg-Kongress, zunächst beherbergt in der Blumenhalle im Brückenkopfpark, sodann im Palmengarten des Jülicher Technologiezentrums und seit dem Jahr 2017 hier in der JUFA, wartet alljährlich im Format eines hoch qualifizierten Informations- und Diskussionsforums mit einer instruktiven Fachmesse und mannigfaltigen Fachvorträgen, Seminaren und Symposien auf.

Namhafte Experten aller einschlägigen Fachdisziplinen sind bei den Kongressen aktiv.

Abgerundet wird der Kongress gewöhnlich mit einem Benefiz-Dinner.

Und Du, liebe Helga, organisierst gemeinsam mit Deinem Orgateam angetrieben durch viel ehrenamtliche Leidenschaft, Akribie und Sachverstand nun bereits zum 14. Mal diese Vorzeigeveranstaltung des Sonnenwegs.

Besonderes Augenmerk legst Du dabei auf die Auswahl der Aussteller und Referenten.

Dies gestaltet sich immer wieder als sehr aufwendig und detailreich, was Dich aber keineswegs schreckt, sondern im Gegenteil immer wieder neu herausfordert.

Und dies ist im Lichte Deines gerade erst begangenen runden Lebensjubiläums und mancher gesundheitlichen Einschränkungen nun wahrlich eine bewundernswerte Meisterleistung und verdient einen besonderen Applaus!

Ausgezeichnet und gefeiert wurden der Jubilar-Verein respektive seine Vorsitzende in der Vergangenheit mehrfach und in mehr als rühmlicher Weise.

Im Jahre 2011 nimmst Du, liebe Helga, aus den Händen unseres Landrats   Wolfgang Spelthahn für den Sonnenweg e.V. den Ehrenpreis für soziales Engagement des Kreises Düren entgegen.

Im   Jahre   2013   wirst   Du   vom   Bundespräsidenten Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ebenso aus den Händen unseres Landrats ausgezeichnet.

Im Jahre 2014 wirst Du gemeinsam mit Deinem lieben Ehemann Ingo ehrenhalber zum Bürgerfest des Bundespräsidenten in das Schloss Bellevue in Berlin eingeladen.

Im September 2017 wird das 20-jährige Bestehen des Sonnenweg e.V. feierlich in der Blumenhalle im Jülicher Brückenkopfpark begangen.

Und heute feiern wir in festlicher Gemeinschaft 25 Jahre Sonnenweg!

Was für eine eindrucksvolle Vereinsbiographie!

Dies darf laut beklatscht werden!

Unzählige Rat- und Hilfesuchende sind dem Sonnenweg und vor allem Dir, liebe Helga, zutiefst dankbar, dass sie mit der Diagnose Krebs Mut und Hoffnung und konkrete Hilfe erfahren haben.

Wir alle wünschen uns sehr, dass auch zukünftig viele Krebsbetroffene auf den Sonnenweg geführt werden und durch den Sonnenweg kompetente und zugewandte Beratung erfahren.

Natürlich zeigt uns der Lauf unseres Lebens zeitliche Grenzen auf.

Aber möge der allmächtige Lenker, liebe Helga, gnädig sein und Dir im Verbund mit Deinen aktiven Mitstreitern noch viele Jahre für und auf dem Sonnenweg vergönnen.

Das humanitäre Projekt Sonnenweg möge jedenfalls lebendig bleiben!

Mit unserem finalen Applaus können wir dafür den besten Ansporn geben!

Angemessen lyrisch schließe ich nachfolgend meine Festrede im Sinne des optimistischen Ausblicks auf gute Zeiten für uns und für unseren Verein Sonnenweg mit Johann Wolfgang von Goethe:

„…Wo wir uns der Sonne freuen sind wir jede Sorge los, dass wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so groß…“

Glück auf dem Sonnenweg, Glück auf, liebe Helga, Glück auf für uns alle auf dem Sonnenweg!

Michael Lingnau, 10. September 2022

Ein persönlicher Rückblick

In einem persönlichen Rückblick möchte ich einige Begebenheiten, Ereignisse und Eindrücke von unserem 14. SONNEMWEG-KONGRESS aufzeigen.

Der SONNENWEG e.V. feiert 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum, verbunden mit dem 14. SONNENWEG-KONGRESS am 10. September im JUFA Hotel Jülich. Und ich durfte im August meinen 80. Geburtstag feiern. Für mich persönlich ein mehrfaches Jubiläum, das auch in die Kongressgestaltung und die Jubiläumsfeier „25 Jahre SONNENWEG e.V.“ eingeflossen ist.

Die Krebsbetroffenen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, die Menschen als Ganzes wahrnehmen, war und ist Grund und Anlass einen Kongress auszurichten, der das Interesse für „Ganzheitliche Therapien bei Krebs“ berücksichtigt.

Schlussendlich aber stehen wir ständig vor neuen Herausforderungen und oftmals sehr schmerzlichen Begebenheiten. Will sagen, dass Herr Prof. Dr. Alexander Herzog mich bei einem persönlichen Gespräch im Juni informierte, weswegen ihm eine Teilnahme als Referent beim SONNENWEG-KONGRESS nicht mehr möglich ist.

Vor diesem Hintergrund war auch eine Änderung des Kongress-Programms gegeben.

Der Fachvortrag von Prof. Dr. Herzog wurde ersatzlos gestrichen und eingeladen waren alle zu dem Gesprächskreis „Leben mit Krebs“ und einem gemeinsamen Dialog mit unseren Referenten.

Rückblickend schaue ich sehr dankbar und tief berührt auf den
14. SONNENWEG-KONGRESS und sage von ganzem Herzen DANKE.

Danke, den Referenten für ihre wertvollen Fachvorträge und persönlichen Beratungen. Danke, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und danke, für ein intensives, informationsreiches und von Hoffnung geprägtes Kongresserlebnis.

Helga Maschke

Rückblick auf den 13. SONNENWEG-KONGRESS

Rückblickend schaue ich sehr dankbar und tief berührt auf unseren 13. SONNENWEG-KONGRESS, am 11. September 2021, der im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste.

Die Krebsbetroffenen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, die Menschen als Ganzes wahrnehmen, war und ist Grund und Anlass den SONNENWEG-KONGRESS erneut und im Besonderen in Krisenzeiten auszurichten, der das Interesse für „Ganzheitliche Therapien bei Krebs“ berücksichtigt.

Aus dem vielfältigen, fachlich differenzierten Angebot der konventionellen Krebstherapie konnten wir einen Bogen spannen zu Maßnahmen der individuellen, ganzheitlichen, komplementären und integrativen Medizin und Behandlung in der Onkologie.

Auf dem Weg zu einer persönlichen Entscheidungsfindung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich umfangreich über „Ganzheitliche Therapien bei Krebs“ informieren und die eigene Patientenkompetenz stärken.

Im Rückblick auf den sehr erfolgreichen 13. SONNENWEG-KONGRESS gibt es leider auch einen Corona geschuldeten Wermutstropfen.

Bedauerlich, dass unser Referent Herr Dr. Fadil Brovina aufgrund der ihm verordneten Corona-Quarantäne nicht teilnehmen durfte und somit das so wichtige Thema „Palliativmedizin eine sinnvolle Ergänzung in der Onkologie“ nicht besetzt war. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Interview mit Herrn Dr. Brovina zu dem Thema „Palliativmedizin“ in unserem Blog für Sie zur Nachlese eingestellt.

In diesem Sinne schaue ich heute dankbar und demütig zurück auf ein intensives, informationsreiches und von Hoffnung geprägtes Kongresserlebnis.

Sonnig herzlichst, Helga Maschke

Titelbild: V.l.n.r.: Dr. Michael Radecki, Prof. Dr. Alexander Herzog, Dr. Matthias Kraft, Maria Görtz, Helga Maschke

Neu gewählter Vorstand des SONNENWEG e.V. • Wir stellen uns vor!

Bei der Jahreshauptversammlung des SONNENWEG e.V., am 21. Juli 2021, standen satzungsgemäß die Neuwahlen des Vorstandes als wohl wichtigster Punkt auf der Tagesordnung.

Dem neu gewählten Vorstand gehören an: Helga Maschke, 1. Vorsitzende; Maria Görtz, 2. Vorsitzende und Ingo Maschke, Schatzmeister im geschäftsführenden Vorstand. Des weiteren Eckhard Prost und Ismael Nunez als Beisitzer. 

Mit Blick auf eine gesicherte Zukunft und Existenz des SONNENWEG e.V. war und ist es Helga Maschke ein Herzensanliegen, als Vorsitzende einen funktionsfähigen, geschäftsführenden und aktiven Vorstand zu gewährleisten.

Zum Ausklang der diesjährigen Mitgliederversammlung verabschiedete die Vorsitzende Helga Maschke den ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Justus Peters. Sie überreichte Herrn Peters ein Präsent und als Dank und Anerkennung für seine aktive Mitarbeit im Vorstand, die langjährige Treue und Loyalität zu unserem Förderverein für Krebsbetroffene die Ehrenurkunde des SONNENWEG e.V.

V.l.n.r.: Eckhard Prost, Maria Görtz, Ingo Maschke, Helga Maschke, Justus Peters und Ismael Nuñez. Foto privat

Der SONNENWEG e.V. zu Besuch in der BioMed-Klinik

Nach einer gefühlt nicht enden wollenden schwierigen Zeit der Corona-Krise war die Reise am 16. Juni 2021 zur BioMed-Klinik in Bad Bergzabern möglich. Das persönliche Kennenlernen des neuen Chefarztes und ganz eigene Anliegen waren Grund und Anlass des Besuchs.

Wir, Maria Görtz und ich, durften mit Dr. Matthias Kraft und Jonas Hager einen Nachmittag in recht geselliger Runde verbringen. Die seit Jahren bestehende Partnerschaft mit der BioMed-Klinik war das vordergründige Gesprächsthema, nicht zuletzt mit Blick auf die Kernaufgabe des SONNENWEG e.V., Beratung und Begleitung von Krebsbetroffenen.

In Erinnerung an ihre vor drei Jahren verstorbene Mutter, war es für Maria Görtz ein ganz besonderer Wunsch mich auf dieser Reise zu begleiten. Ihre liebe Mutter, Elisabeth Keller, durfte in der Palliativstation der BioMed-Klinik, begleitet von ihrer Tochter und all ihren Lieben, auf ihrem letzten Lebensweg eine sehr fürsorgliche und liebevolle Betreuung erfahren. 

Bei unserem gemeinsamen Weg durch die modernen Klinikräume in den zur Entspannung einladenden Park sagte Herr Dr. Kraft, dass Wertschätzung und Menschlichkeit den Patientinnen und Patienten gegenüber als wichtigste Grundsätze zu sehen sind, um nachhaltige therapeutische Erfolge in der komplementären Onkologie erzielen zu können. Es ist immer der ganze Mensch, der im Fokus stehe, nie allein nur die Diagnose.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass der SONNENWEG e.V. im Rahmen seiner Spendeninitiative „Wir helfen“ die Anschaffung von Rollstühlen für die BioMed-Klinik mit einer Spende in Höhe von 2.500 € an die FkTN e.V. im Oktober 2020 unterstützen konnte.

Zum Abschluss des Besuchs wurde von einem Patienten im Klinikpark ein Erinnerungsfoto gemacht.

Helga Maschke

V.l., stehend: Dr. Matthias Kraft, Jonas Hager; sitzend: Helga Maschke und Maria Görtz

Podcast-Serie „Krebs Aktuell“ mit Prof. Dr. med. Alexander Herzog

Die Corona-Krise ist für alle Menschen eine große Herausforderung, der wir uns stellen müssen und die wir nur gemeinsam meistern können. Zu dem vor allem Krebsbetroffene bewegenden Thema wollen wir die hoch informative Podcast-Serie „Krebs Aktuell“ mit Prof. Dr. med. Alexander Herzog veröffentlichen. Die folgende Podcast-Serie des Freien Journalisten Bendict Steiniger behandelt mit Prof. Dr. Herzog verschiedene Themen rund und Krebs. „Es gibt nicht nur eine Krankheit – Was ist langfristig gefährlicher: Krebs oder Covid 19“ ist der Titel des ersten Beitrags dieser Podcast-Serie.

Es gibt nicht nur eine Krankheit

Was ist langfristig gefährlicher: Krebs oder Covid-19

Grundlagen zu Krebs

Wie entsteht Krebs und wer hat ein erhöhtes Risiko

Krebsstadien und deren Therapiechancen

Wie sie frühzeitig das Risiko Krebs verringern können

Kompetente Patienten – Wie Wissen Leben retten kann

Ein kompetenter Patient ist ein sicherer Patient

Seriöse Behandlungen

Wie man seriöse von unseriösen Therapien unterscheiden kann. Und anhand eines Beispiels des Experten Prof. Dr. Alexander Herzog, was es für einen Patienten bedeuten kann die falsche Therapie über einen zu langen Zeitraum beizubehalten.

Geschichte der Krebskranken Vera Vyblova aus Russland während der Corona-Krise

Im Hinblick auf unvergessliche Momente und berührende Begegnungen möchte ich die Geschichte der Krebskranken Vera Vyblova aus Russland während der Corona-Krise in der Fachklinik Dr. Herzog aufzeigen.

Krebs und Corona

Svetlana bittet Anfang April bei Facebook um finanzielle Hilfe. Auf einer Seite mit Fotos von ihrer krebskranken Mutter, die sehr betroffen machen, schreibt sie in deutscher Übersetzung: „Am 9. März 2020 kam ich mit meiner Mutter Vera Vyblova mit einem medizinischen Visum in die Fachklinik Dr. Herzog nach Deutschland. Jetzt müssen wir in der Klinik bleiben, unser Budget ist vorbei, aber wir wurden nicht rausgeschmissen und Prof. Dr. Alexander Herzog behandelt meine Mutter weiterhin. – Bitte helft uns in dieser schwierigen Situation, denn unser Konto wächst und wir können weder bezahlen oder gehen!“

Dieser Hilferuf war Grund und Anlass, Herrn Professor Herzog persönlich anzusprechen und seine Antwort lautet: „Bei uns ist eine Patientin aus Russland „gestrandet“. Aufgrund der Corona-Krise kann sie nicht mehr zurückreisen. Sie würde möglicherweise eine eventuell fällige Quarantäne irgendwo in einem Hotel nicht überstehen, da sie weiterhin regelmäßig und intensiv behandelt werden muss. Wir können die Patientin jedoch nicht entlassen, nur weil sie nicht mehr bezahlen kann.“

Spendeninitiative „Wir helfen“

Der SONNENWEG e.V. konnte im Rahmen seiner satzungsgemäßen Mildtätigkeit die Behandlungskosten von Vera Vyblova in der Fachklinik Dr. Herzog mit einem Beitrag von 3.000 € unterstützen.

Und dank dem Sonnenweg-Newsletter „Vera Vyblova aus Russland braucht unsere Hilfe“ im Mai, wurden kleine und größere Spenden mit einem Gesamtbetrag von etwa 2.000 € erreicht.

Unvergessliche Momente und berührende Begegnungen der Herzen

Endlich durfte ich mit meinem Mann im Juni – trotz aller Hürden aufgrund der Corona-Krise – reisen und aufbrechen zu einmaligen Erlebnissen mit Vera und Sevtlana in Bad Salzhausen. Nach unserem ersten persönlichen Kennenlernen in der Fachklinik Dr. Herzog schreibt Svetlana am Abend in ihrer E-Mail: „Liebe Helga! Sie sind eine sehr angenehme Frau, obwohl wir uns normalerweise nicht verstehen konnten, ist die Sprache des Herzens für alle verständlich […] Sie wollten uns helfen, es ist sehr berührend für uns.  Wir schätzen es und lieben dich.“ (Übersetzung aus dem Russischem)

Erfolgreiche Behandlung und Hoffnung auf einen Rückflug in die Heimat

Von Prof. Dr. Herzog erhalte ich am 22. Juni diese Nachricht: „Aktuell nähert sich die Behandlung in unserer Klinik dem Abschluss. Die Ergebnisse sind sehr gut. …“

Für Vera Vyblova endet nach fast vier Monaten eine erfolgreiche Behandlung bei Professor Herzog.

Und nun folgen viele bange Tage und hoffen auf einen Rückflug in die Heimat. Seit Anfang Juli sind Vera und ihre Tochter in einer Pension, gegenüber der Klinik, in Bad Salzhausen. Wie mir Svetlana wiederholt berichtet, laufen alle Bemühungen hinsichtlich eines Fliegers – trotz bezahltem Ticket für Hin- und Rückflug bei Turkish Airlines – von Frankfurt nach Moskau und von dort nach Krasnodar ins Leere.

Heimreise mit dem Auto von Minsk nach Krasnodar

Anfang August erhalte ich von Svetlana folgende Nachricht: „Liebe Helga!  Heute habe ich Ihren Brief gesehen und habe beschlossen, sofort zu antworten. Wir blieben bis zum 22. Juli im Hotel und hofften, dass wir noch wegfliegen könnten, aber die Flugzeuge fingen nie an zu fliegen. Deshalb beschlossen meine Mutter und ich, mit dem Auto nach Hause zu fahren.  Am 22. Juli flogen wir in zwei Stunden nach Minsk. Und dann stiegen wir ins Auto und fuhren 24 Stunden nach Krasnodar.  Es war natürlich sehr schwierig, aber dank dessen fanden wir uns endlich wieder zu Hause.  Wir sind dem Professor sehr dankbar!!! Liebe Helga, wenn Sie den Arzt besuchen, sagen Sie uns bitte unsere herzlichen Grüße, sagen Sie ihm, dass wir ihn sehr lieben!  Ich möchte wirklich hoffen, dass er uns nicht beleidigt, weil wir die Behandlung meiner Mutter nicht bezahlen konnten.“ (Übersetzung aus dem Russischem)

Ich habe diese Nachricht wunschgemäß an Herrn Professor Herzog weitergeleitet und von ihm folgende Antwort erhalten: „Ich bin froh, dass sie gesund zu Hause angekommen ist trotz der allgegenwärtigen Krise. Hoffen wir, dass dort ihr zuletzt gut stabilisierter Gesundheitszustand auch gehalten werden kann.“ Und weiter: „Gerne können Sie schreiben, dass die Rechnung bei uns über mehr als 50.000 € nicht bezahlt werden konnte. Aber wir hatten ja auch keine Wahl, wir hätten die Patientin ja nicht auf die Straße setzen können in ihrem Zustand.“

Was bleibt, sind unvergessliche Momente und berührende Begegnungen der Herzen.

Und eine, über alle Landesgrenzen und Sprachbarrieren hinweg, liebevolle Freundschaft!  

In Gedenken an Herrn Prof. Dr. Hans Bojar

… und plötzlich ist da neben all dem Schmerz eine tiefe Dankbarkeit.

Unendlich dankbar für das Glück, mit ihm viele Jahre unterwegs zu sein, nehmen wir Abschied von Professor Dr. Hans Bojar.

Mit visionärer Weitsicht, seinem Esprit, seiner Kompetenz und Zugewandtheit hat er die Aufgaben und Ziele des SONNENWEG e.V. maßgeblich unterstützt und mitgestaltet.

Wir haben ihm viel zu verdanken.

Ein Mensch der uns verlässt, ist wie eine Sonne die versinkt. Aber etwas von ihrem Licht bleibt immer in unserem Herzen zurück.

Spendeninitiative „Wir helfen“

Der SONNENWEG e.V. konnte die BioMed-Klinik in Bad Bergzabern, über die Fördergesellschaft für komplementäre Tumortherapie und Naturheilverfahren e.V. (FkTN) dank der Spendeninitiative „Wir helfen“ erneut unterstützen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Arbeiten wie geplant vorangehen und wir voraussichtlich in der letzten Woche des Januars den Speisesaal wieder öffnen können. Der neue Speisesaal wurde durch Spenden der FKTN e.V. und des SONNENWEG e.V. finanziert, was uns sehr geholfen hat diese weitere Verschönerung und Verbesserung zu ermöglichen. Wir hoffen, dass der neue Speisesaal ein Ort für viele Gespräche und ein geselliges Beisammensein werden wird. Wir bedanken uns bei allen Patienten und Mitarbeitern die die Unannehmlichkeiten durch den Umbau in den letzten Wochen ertragen haben….“

(Auszug aus der Facebook-Seite der BioMed-Klinik, Beitrag vom 22. Januar 2020)

 

Mit einem Spendenbeitrag von 5.000 € war der SONNENWEG e.V. an diesem Projekt beteiligt.

Nach einer Terminverschiebung konnten Helga Maschke, Vorsitzende und Ingo Maschke, Schatzmeister des SONNENWEG e.V. am 13. März die BioMed-Klinik in Bad Bergzabern besuchen, zu der Jonas Hager, 2. Vorsitzender der FkTN e.V. und Elke Walther, Verwaltungsdirektorin sowie Dr. Fadil Brovina, komm. Chefarzt und Leiter der Palliativstation der BioMed-Klinik eingeladen hatten.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die modernen Klinikräume führte der Weg als erstes in den neu gestalteten Speisesaal, wo Frau Walther auf die Patienten gerechte Einrichtung hinwies und vor allem den Sitzkomfort der Bestuhlung betonte.

Anschließend stellte Dr. Brovina die Palliativstation der BioMed-Klinik vor und informierte über den Ansatz und die Bedeutung einer Ganzheitsmedizin in der onkologischen Palliativmedizin.

 

v.l.n.r.: Jonas Hager, Dr. Fadil Brovina, Helga Maschke, Elke Walther und Ingo Maschke