Individuelle Medizin oder Behandlung nach Statistik?

Ein Kommentar aus der komplementäronkologischen Praxis

In der täglichen Beratung von Menschen mit Krebs werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt: Was soll ich tun? Ist die empfohlene Behandlung gut für mich? Was kann ich sonst noch für mich tun? Seit jeher ist es die gemeinsame Aufgabe von Arzt und Patient, für den Einzelnen die beste Behandlung zu finden. Alle ärztlichen Empfehlungen beruhen dabei auf einer Mischung aus Buch- und Erfahrungswissen. Oft kommt noch ein ordentliches Maß an ärztlicher Intuition hinzu.
Besonders in der Onkologie haben die Ärzte eine große Verantwortung für die Auswahl einer möglicherweise lebensrettenden Therapie. Leider gibt es gerade in dieser medizinischen Disziplin nur sehr wenige Medikamente, die nahezu immer zuverlässig helfen. So ist kaum ein Heilmittel derart wirksam, dass ein einzelner Arzt aus seiner Erfahrung heraus allein sehen könnte, dass es derart zuverlässig wirkt. Eine solche, immer reproduzierbare Wirkung bräuchte keine weitere Untersuchung. Es ergibt etwa keinen Sinn die schlaffördernde Wirkung von Opium gegen Placebo zu testen. Die Wirkung ist 100 % vorhersagbar und damit evident.
Ganz anders verhält es sich allerdings, wenn man zwei verschiedene Krebstherapien für Situationen betrachtet, in denen die Patienten aller Voraussicht nach noch mehrere Jahre leben werden. Welche Therapie erhöht mit welcher Wahrscheinlichkeit die Überlebensrate? Hier entfalten die großen Studien ihren größten Nutzen. Sie erbringen Wirknachweise für Therapien, die der Behandler nicht alleine als wirksam oder unwirksam erkennen kann. So geben die Ergebnisse dieser Studien uns Ärzten eine wertvolle Orientierung.
Im Bereich der Onkologie hat das zu wissenschaftlich akkuraten und überaus gut fundierten Therapieempfehlungen geführt. Diese sind für die einzelnen Diagnosen mittlerweile standardisiert und begründet. Eigentlich braucht es dann für die Auswahl der Therapien auch keinen Arzt mehr. Entscheidungen über Therapieempfehlungen werden von Tumorkonferenzen getroffen. Diese Art der Medizin hat zahlreiche Vorteile. Der Arzt kann sich weitgehend auf objektive Empfehlungen stützen, sowohl Arzt als auch Patient tragen keine Verantwortung für ihre individuellen Entscheidungen. Und ebenfalls wichtig: Offensichtlich unwirksame Behandlungen werden erkannt und vermieden.

Der Preis der Evidenz

Doch leider ist zu beobachten, dass das Pendel auch in die andere Richtung ausschlägt: Große Teile der Ärzteschaft haben damit begonnen, Therapieempfehlungen nur noch auf Studienergebnisse zu stützen und das Individuum völlig außer Acht zu lassen. Dieses Vorgehen hat – wie beschrieben – ja auch einige Vorteile, nebenbei ist es bequem und entlastet die Klinik und den einzelnen Arzt maximal. Ein solches Verständnis von evidenzbasierter Medizin ist jedoch bedenklich.
Die größte Schwäche der evidenzbasierten Medizin, wie sie aktuell verstanden wird, besteht in ihrem Preis: Die erforderlichen Studien sind schlicht sehr teuer. Niemals wird die Forschung jede therapeutische Option gründlich untersuchen können. Zudem werden die teuren Studien fast nur in Bereichen durchgeführt, in denen auch teure Medikamente verkauft werden können. Der finanzielle Einsatz muss sich am Ende halt auszahlen. Wirksame, aber nicht erforschte Therapien bleiben oft unberücksichtigt. Schlimmstenfalls werden bewährte Methoden gar als unwirksam eingeordnet. Das passiert immer wieder, wenn die Abwesenheit positiver Forschungsergebnisse mit der Abwesenheit positiver Effekte verwechselt wird.
Die Bedeutsamkeit persönlicher Merkmale
Es ist zwar nachvollziehbar, irritiert aber dennoch, dass große Studien die persönlichen Eigenschaften der Teilnehmer als Störfaktoren betrachten. Die Studienteilnehmer werden in der Statistik zu Durchschnittsgrößen heruntergerechnet. Die Studienmedizin geht dabei stets von bestimmten Grundannahmen aus:

  1. Alle Menschen sind innerlich gleich beschaffen und unterscheiden sich in etwa der gleichen Art wie unterschiedliche Exemplare eines Industrieproduktes.
  2. Krankheiten sind körperinterne Vorgänge, die sich unabhängig von der Persönlichkeit des kranken Menschen immer ähnlich entwickeln.
  3. Es ist erstrebenswert, allen Menschen diejenige Therapie zu geben, die in Studien statistisch am besten gewirkt hat.
  4. Individuelle Wechselwirkungen zwischen Arzt und Patient sind unerwünschte Störfaktoren.

Vielen Patienten und Ärzten wird bei dieser Vorstellung unwohl. Man bekommt den Eindruck, der einzelne Mensch könnte mit seiner Eigenart und seinen Bedürfnissen zu wenig berücksichtigt werden. Ärzte für Naturheilverfahren und Komplementäronkologie wissen, dass eine gute medizinische Beratung zwischen Studienerkenntnissen (als dem wissenschaftlichen Aspekt der Therapie) und persönlichen Bedürfnissen des Patienten (als dem individuellen Aspekt der Therapie) vermittelt. Denn die Merkmale der Persönlichkeit, der persönlichen Ethik, der familiären Situation, können für die Wahl der richtigen Therapie wichtig sein. Und bestimmte Behandlungsoptionen können zwar statistisch sinnvoll erscheinen, aber vor dem Hintergrund persönlicher Merkmale ungeeignet sein.
Diese persönlichen Merkmale sind sehr wichtig – und sie betreffen keineswegs nur äußerliche Faktoren. Besonders interessant wäre etwa die Kenntnis der genetisch individuell festgelegten Biochemie des Patienten. Manche Menschen können Medikamente viel schneller abbauen als andere, während jemand mit einem langsamen Leberstoffwechsel vielleicht eine Überdosis durch eine normal dosierte Menge eines an sich verträglichen Medikamentes erhält. Statistisch gute Therapieoptionen können sich bei schlechter individueller Verträglichkeit sehr nachteilig auswirken. Manche Therapien wiederum erfordern das Ertragen von Nebenwirkungen über einen langen Zeitraum, um insgesamt bessere Heilungschancen zu erreichen. Der Tausch einer eingeschränkten Lebensqualität in der Gegenwart gegen eine vielleicht bessere in der Zukunft wird von Menschen ganz unterschiedlich beurteilt.

Ein Blick in die Vergangenheit

Wenn man nach einer Synthese der besten Vorgehensweisen strebt, ist es oft hilfreich, in die Geschichte zu schauen. Wenn wir also wissen wollen, wo der Fortschritt liegt, müssen wir uns fragen: Wie haben es die Ärzte in früheren Zeiten gemacht? Den erfahrenen Ärzten fiel schon immer auf, dass es bei aller Unterschiedlichkeit der
Menschen auch Ähnlichkeiten gibt. Mit viel Erfahrung glaubt man, Muster erkennen zu können. Daher haben auch Ärzte in vergangenen Jahrhunderten niemals vollkommen individuell gearbeitet. Sie versuchten Therapien an einen bestimmten Typus des Menschen anzupassen. So wurden die Patienten stets in Gruppen eingeteilt: Choleriker, Sanguiniker, Pykniker, Astheniker, Leptosome, Athleten usw. In allen alten Medizinsystemen wurde der Mensch in seiner Eigenart zusätzlich auch noch im Rahmen des Makrokosmos betrachtet. So suchten die Ärzte die passende Medizin auch nach der Astrologie des einzelnen Patienten aus. Kurzum: Medizin als wissenschaftliche (bzw. vorwissenschaftliche) Disziplin war schon immer kompliziert. Wohl aber wäre es den alten Ärzten vollkommen widersinnig erschienen, alle Typen von Menschen mit der gleichen Medizin zu behandeln, nur weil sie eine ähnliche Erkrankung haben. Ein wohlbeleibter Pykniker mit einem Tumor im Darm hätte eine andere Behandlung bekommen als ein dünner Astheniker. Medicus curat, natura sanat: Das berühmte Hippokrates-Zitat ermahnt uns zur Bescheidenheit und zum Respekt vor der Lebenskraft des Menschen.

Resümee

Vieles in der Medizin lässt sich verbessern, wenn man die Therapien auch danach auswählt, die individuellen Selbstheilungskräfte des Patienten zu stärken. Griffiger ausgedrückt: Es gilt, die Vitalität des Menschen zu fördern. Dies ist eine wesentliche Domäne der komplementären – der ergänzenden – Onkologie. Sowohl die klassischen als auch die modernen Naturheilverfahren verfügen über einen großen Schatz an Vitalität-fördernden Strategien. Dies können medizinische Maßnahmen, aber auch Diätetik und Optimierung von Verhaltensweisen des Patienten sein. Während sich größere Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser allein schon aus juristischen Gründen streng nach Studienlage und Leitlinien richten müssen, können kleinere Kliniken und einzelne Ärzte auch individuell beraten – ohne indes Studienlage und Leitlinien zu ignorieren. Um ein informiertes Urteil abgeben zu können, ist die Kenntnis der aktuellen Studienlage unabdingbar. Es obliegt dann aber dem Therapeuten und dem Patienten von der Therapie nach Leitlinie abzuweichen oder diese durch individuell sinnvoll scheinende Maßnahmen zu ergänzen.
Aber Vorsicht! Eine seriöse Komplementäronkologie setzt sehr gründliche Kenntnisse voraus – und lehnt keinesfalls die Methoden der evidenzbasierten Medizin ab. Eine pauschale Ablehnung der Schulmedizin in der Onkologie ist immer unseriös und oft auch gefährlich.

 

Das Immunsystem stärken

Das Immunsystem stärken – wichtig vor allem in Grippezeiten!

Fachbeitrag von Bernhard Lotz, Apotheker

Gerade in der kalten Jahreszeit kommt es vermehrt zu Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten, Halsentzündung oder anderen Symptomen, aber auch zu den jährlich auftretenden Grippeerkrankungen.
Dies betrifft zumeist große Teile der Bevölkerung. Kritisch sind diese Infekte vor allem für Patienten mit bestehenden Grunderkrankungen.

Immer mehr Menschen leiden an chronisch entzündlichen Erkrankungen, insbesondere im Bereich der Atemwege, im HNO-Bereich, im Bereich der Harnwege, etc. Diese Probleme sind nicht oder nur schwer therapeutisch in den Griff zu bekommen, sie können sich langfristig auch organschädigend auswirken. Ursache für diese Erkrankungen können höheres Lebensalter, belastete Umwelt, klimatisierte Räume, ungesunde Ernährung und/oder Lebenswandel sein. Dabei ist oft auch eine bestehende Erkrankung wie z.B. Diabetes Schuld, wenn das Immunsystem Schwäche zeigt. Zusätzliche Infekte sind dann oft eine große Belastung für den Organismus. In solchen Fällen kann man dem Körper eine Hilfestellung zur Bewältigung von Entzündungsgeschehen geben.

Entzündung – Gut oder Böse?

Das körpereigene Immunsystem dient vornehmlich zur Abwehr von Krankheitserregern und Fremdstoffen, die von außen eindringen. Darüber hinaus hat es die Fähigkeit, krankhaft veränderte körpereigene Zellen zu erkennen und zu beseitigen.  Dem Organismus  stehen  dabei die erworbene spezifische und die angeborene unspezifische Abwehr zur Verfügung, die sich bei einer Immunantwort gegenseitig ergänzen.

Als Folge von Immunreaktionen entstehen Entzündungen, die zur Abwehr der Eindringlinge und zur Beseitigung der schädigenden Reize führen. Eine akute Entzündung, die auf ein Ziel gerichtet ist und nach Abwehr der Gefahr wieder abklingt, ist etwas absolut Positives, zum Unterschied zu chronischen Entzündungen. Chronische Entzündungen sind immer Ausdruck, dass der Körper mit einem Problem nicht fertig wird. Chronische Bronchitiden zum Beispiel können von einer chronisch-obstruktiven Bronchitis bis zum Lungenemphysem und zur Überbelastung des Herzens, dem Corpulmonale führen.

Allergien sind Entzündungen als Ausdruck überschießender Immunreaktionen und treten etwa in Form von Heuschnupfen, Kontaktallergien, Nahrungsmittelallergien etc. auf.

Bei Autoimmunerkrankungen, zu denen die Gruppe der rheumatischen Erkrankungen zählt, richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen. Die Folge sind wiederum chronische Entzündungsreaktionen, welche die betroffenen Organe auf Dauer schädigen.

Aus dem oben Gesagten lässt sich leicht erkennen, wie unterschiedlich Entzündungsreaktionen sein können und wie differenziert sie auch in der Therapie gesehen werden müssen.

Ziel muss aber immer sein, chronische Entzündungen zu behandeln, um Beschwerden zu lindern und Langzeitfolgen zu verhindern.

Immunschwäche

Chronische Erkrankungen oder immun- suppressive Medikamente führen zu erhöhter Infektanfälligkeit der betroffenen Patienten. Zu unterscheiden von diesen krankhaft veränderten Zuständen ist die „behebbare Immunschwäche”, die bei älteren Personen, nach Erkrankungen oder bei speziellen Lebensumständen bzw. Lebensstil auftreten.

Nun lassen sich jene Faktoren, die unser Immunsystem schwächen, mit einer Reihe von Maßnahmen abfangen, allen voran Abbau von Übergewicht, Entwöhnung von Rauchen und übermäßigem Alkoholgenuss sowie Stressabbau. Dazu sollte noch eine optimale Nährstoffversorgung durch Zufuhr von hochwertigem Eiweiß, frischem Obst und Gemüse, sowie Ergänzung durch Vitamine und Mineralstoffe kommen. Darüber hinaus ist eine regelmäßige körperliche Bewegung z.B. Spaziergänge, Gymnastik und moderates Ausdauertraining wichtig, sowie ausreichend Zeit für erholsamen Schlaf, bei dem sich das Immunsystem regenerieren kann.

Wenn aufgrund des fortgeschrittenen Lebensalter, einer Grunderkrankung oder sonstiger Lebensumstände das Immunsystem nicht voll aktiv ist, kann eine Gabe von immunstimulierenden Präparaten sinnvoll sein. In der Natur gibt es verschiedene Substanzen und Stoffe, die immunstimulierend wirken wie etwa die Inhaltsstoffe von Korbblütern. Proteinspaltende Enzyme (Proteasen) wie sie in Pflanzen und Tieren vorkommen, haben Einfluss im Sinne einer immunmodulieren den Wirkung. Gerade diese Enzyme haben sich in letzter Zeit bei der Verminderung aber auch in Richtung anderer Erkrankungen als wirksam erwiesen.

Echte Grippe (Influenza)

Ein interessanter Aspekt bei der Verabreichung von Proeasen ist die Wirkung auf verschiedene Influenzavirenstämme. Experimentelle Daten zu verschiedenen pflanzlichen Proteasen (Bromelain, Papain, Ficin) und tierischen Proteasen (Trypsin) zeigen, dass Viren, welche Glykoprotein-„Spikes” auf ihrer Oberfläche tragen, ihre Oberflächenantigene verlieren, wenn sie mit Proteasen behandelt werden, was zu einem ganzen oder teilweisen Verlust ihrer Infektiösität führt. Die Inkubation von Influenzaviren mit Trypsin zeigt eine Verminderung des Oberflächenantigen Neuraminidase währenddessen eine Inkubation der Influenzaviren mit Bromelain zu einer  Verminderung des Oberflächenantigens Hämagglutinin führt. Dies ist auch ein beschriebenes sowie patentiertes Verfahren zur Reindarstellung der Oberflächenantigene von Influenzaviren. Diese Antigene werden von proteinspaltenden Enzymen von der Oberfläche des Virus abgeschnitten, so können sie zur Herstellung von Grippeimpfstoffen (Subunit-Impfstoffe) verwendet werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Proteasen vor allem von Pflanzen (Bromelain, Papain, Ficin, etc.) die Infektiosität von Influenzaviren herabsetzen oder sogar gänzlich ausschalten können. Dies erklärt auch die immer wieder berichtete Schutzwirkung von Enzympräparaten gegen Grippeinfekte, bzw. leichtere Verläufe bei Erkrankungen mit echter Grippe. Proteasen, wie sie in Enzympräparaten zur oralen Behandlung enthalten sind (z.B. KaRazym Tabletten) können zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt werden.

Durch die Einnahme von Präparaten mit diesen Enzymkombinationen können aber auch chronisch entzündliche Prozesse gedämpft und die dadurch in der Folge auftretenden Schäden an Organen, Bewegungsapparat, etc. hinten angehalten werden. Bromelain und Ficin haben immun- modulierende Eigenschaften, weshalb sie sich sehr gut zur Gabe bei Entzündungen eignen. Besonders bei Langzeiteinnahme zeigen diese Substanzen eine gute bis ausgezeichnete Verträglichkeit.

Stellenwert der Hyperthermie in der modernen Onkologie • Chance oder Scharlatanerie?

Die Therapie bei onkologischer Erkrankung ist sehr komplex und erfordert ein koordiniertes Zusammenspiel alle Disziplinen sowohl aus der klassischen als auch aus der Erfahrungsmedizin. Nach meinen Erfahrungen existieren keine wirklichen „Alternativen“-Therapien, sondern der Erfolg kommt nur aus der richtigen Kombination von Therapieoptionen aus vielen Bereichen, wenn es individualisiert werden kann. Hier sind einige komplementär-onkologische Therapieoptionen für den Einsatz in der onkologischen Teiltherapie.

Zentraler Wirkmechanismus der Hyperthermie: Die Regulation des alles verbindenden Grundsystems und die natürliche Modulation des Immunsystems. Fieber ist also keine Krankheit für sich, sondern eine natürliche und vitale Abwehrreaktion gegen krankmachenden Bakterien und Viren. Im Fieberzustand werden Krankheitserreger eliminiert, Stoffwechselvorgänge beschleunigt und die Entgiftung des Körpers läuft auf Hochtouren.

Über die verschiedenen Methoden der Hyperthermie in Kombination mit Strahlen oder Chemotherapie liegen inzwischen umfangreiche klinische Untersuchungen vor. Im Allgemeinen ermöglicht die Kombination eine klinisch signifikante Verbesserung der therapeutischen Effizienz.

Je nach Lage, Größe und Entität der Tumoren sowie klassischer Therapieformen, kommen folgende technische Methoden und Formen der Wärmetherapien zur Anwendung:

Aktiver Hyperthermie Aktive Hyperthermie oder auch Fiebertherapie genannt spricht man wenn der Körper das Fieber eigenständig erzeugen muss. Heute werden z.B. dies mit Infusionen von Mistelextrakten in der ganzheitlichen und speziell anthroposophischen Onkologie, die zur Erhöhung der Körpertemperatur (Fieber) und einer Immunologischen Therapie führt, durchgeführt.

Ganzkörper-Hyperthermie Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird der gesamte Körper auf Temperaturen von 39–40 °C (moderate Form) oder 41,5–42,5 °C (extreme Form) erhitzt. Die moderate Langzeit-Ganzkörper-Hyperthermie lässt in Kombination mit Chemotherapie und Immuntherapien einen größeren Erfolg erwarten als ohne Hyperthermie.

Lokale Hyperthermie Die lokale Hyperthermie kann durch zugelassene und spezielle wärmeerzeugende Geräte erreicht werden

 

Der kompetente Patient: „Dr. Google“ als Zweitmeinung?

Das Internet ist unser täglicher Partner geworden: Wir können uns darin mit anderen Menschen austauschen, es ist unser Wörterbuch und Übersetzer, wir finden sämtliche aktuellen Informationen und es zeigt uns auch als Navigationssystem den Weg. Immer mehr wird das Internet auch genutzt um einen Weg zur Heilung zu finden.

Längst lesen wir nach, welche Medikamente uns der Arzt verordnet hat und welche Nebenwirkungen sie haben. Wir überprüfen die gestellten Diagnosen, tauschen uns in Foren mit Mitpatienten aus und erfahren so viel mehr über Krankheit und Gesundheit als noch vor wenigen Jahrzehnten. Statt medizinische Zeitschriften oder Bücher zu wälzen, haben wir Informationen sofort zur Hand.

Das Problem am Internet ist, dass unkontrolliert sowie wahre als auch unwahre Informationen verbreitet werden. Keinen Zweifel wird man haben, wenn man Kinoprogramme oder Ladenöffnungszeiten nachschlägt. Da gibt es nur ein „richtig“ oder „falsch“ und wir können uns darauf verlassen, dass diese Informationen in der Regel korrekt sind. Stellt man im Internet jedoch Fragen, bei denen es mehrere Antwortmöglichkeiten gibt, dann verrennt man sich ganz leicht in unauflösbare Widersprüche und weiß am Ende nicht mehr, was richtig ist oder falsch.

Fragen wir beispielsweise nach „Heilung bei Krebs“, dann finden wir eine Auswahl völlig unterschiedlicher und teilweiser konträrer Aussagen. In den Gesundheitsforen haben Mitpatienten mit praktisch allen Behandlungsverfahren gute Erfahrungen gemacht, aber auch schlechte. Ohne einen Berater, der einem zeigt was korrekt ist, kommt man oft nicht weiter.

Wie man als Patient Kompetenz erwerben kann durch den richtigen Umgang mit dem Medium Internet und „Dr. Google“ als Mittherapeuten, wird im Vortrag erklärt und Hilfestellung gegeben.

 

Falsche Hoffnung – gefährliche Hoffnung.
Über das dünne Eis alternativer Therapien bei Krebs

Die Diagnose Krebs ist oft ein Schock und wird nicht selten als Todesurteil wahrgenommen, auch wenn viele Krebsarten heutzutage gut behandelbar sind. Da das Thema emotional so stark besetzt ist und die konventionelle Medizin mitunter als wenig einfühlsam gilt, können unseriöse Geschäftemacher und Scharlatane von Krebserkrankungen Betroffene viel leichter umwerben, als dies in anderen medizinischen Bereichen der Fall ist. Doch alternative Krebstherapien, anders als das Gros der komplementären oder integrativen Konzepte, sind ein gefährliches Pflaster.

Als Annette M. eines Tages beim Duschen eine Verhärtung der Brust bemerkt, spürt sie die nackte Angst. Ihre Mutter war vor Jahren an Krebs gestorben. Frau M. erinnert sich, welche Schmerzen ihre Mutter erleiden musste und wie viele Chemotherapien sie bis zum Ende über sich hatte ergehen lassen. Nein, niemals würde sie diesen Weg beschreiten! Beim Frauenarzt ging dann alles sehr schnell. Schon am nächsten Tag erfolgte eine Biopsie des Knotens, in den Tagen danach CT und Knochenszintigrafie. Bei der anschließenden Besprechung sagte der Frauenarzt, dass sie Glück im Unglück habe. Der Tumor sei relativ früh entdeckt worden, weniger als zwei Zentimeter groß, es bestünden exzellente Heilungschancen. Man würde zunächst den Tumor mittels Chemotherapie und Antikörpertherapie verkleinern, dann könne man brusterhaltend operieren, anschließend gebe es eine Nachbehandlung mit Bestrahlung und einer Antihormontherapie für einige Jahre. Bei den meisten Patientinnen in ihrer Situation würde nach einigen Jahren nur noch eine kleine Narbe an die Krankheit erinnern, so die fachärztliche Einschätzung.

Für Annette M. klang dies alles zwar sehr plausibel, aber sie hatte auch große Angst und wollte wissen, ob es Alternativen zu Operation und Chemotherapie gäbe. Bei Dr. Google wurde sie schnell fündig. Die Stichworte Alternative Therapie bei Krebs zeigten eine Reihe vermeintlich schonenderer Behandlungsmöglichkeiten. Eine alternative Krebstherapie hätte sogar zahlreiche Vorteile gegenüber der klassischen schulmedizinischen Behandlungsweise, konnte Frau M. auf mehreren Internetseiten nachlesen. Alternative Methoden könnten erfolgreiche Ergebnisse produzieren ohne die oftmals dramatischen Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Therapie, z.B. Chemotherapie. Sie konnte lesen, dass man allein durch die Entsäuerung des Körpers und regelmäßige Einläufe mit Kaffee Krebs heilen könne. Auch seien Aprikosenkerne, homöopathische Therapien oder auch schonende Insulinbehandlungen geeignet Krebserkrankungen zu heilen, ohne dass konventionelle Medizin genutzt oder konventionelle Mediziner zu Rate gezogen werden müssten. Mittels einer zuckerfreien Diät könne Krebs einfach ausgehungert werden. Und ebenfalls häufig zu lesen: Die Ursache der Erkrankung müsse angegangen werden, Krebs sei oftmals nur Symptom eines psychischen Konfliktes.

Je tiefer sich Anette M. in die Materie hineinlas, desto besser verstand sie die Zusammenhänge. Sie erfuhr von der Krebsmafia, die wirksame alternative Therapieverfahren unterdrücke, damit weiterhin teure Chemotherapien verkauft werden können. Anette M. klickte sich von Link zu Link, besuchte beworbene Internetforen und tauchte immer tiefer ab in die informative Filterblase, in der sie ihren wachsenden Zweifel an der konventionellen Medizin mehr und mehr bestätigt fand. Schließlich verstand sie, warum ihre Mutter fast bis zu ihrem Lebensende Chemotherapie erhalten hatte. Annette M. war sich mittlerweile sicher: Ihre Mutter war nicht an Krebs, sondern an der Chemotherapie verstorben. Sie aber würde es anders machen und einen alternativen Weg gehen …

Wie kommt es patientenseits zu lebensbedrohlichen Fehlentscheidungen?

Etwas provokant formuliert: Es sind oft Fehler bzw. Unterlassungen seitens der behandelnden Ärzte, die Patienten dazu verleiten, sich für alternative und unter Umständen gefährliche Therapien zu entscheiden. Die Problematik ist bekannt, aber derart stark in das moderne Medizinsystem verwoben, dass die Ursachen nicht leicht auszuschalten sind.

Manchmal fängt das Dilemma bereits bei der Frage der Zuständigkeiten an: Welcher Arzt ist für den Patienten verantwortlich? Häufig müssen Patienten ihre Geschichte bei jedem Krankenhausaufenthalt einem anderen Arzt erzählen. Möglicherweise lebenswichtige Entscheidungen werden über anonyme Tumorboards getroffen. Das System ist durchaus sinnvoll, aber weit weg von einem persönlichen menschlichen Miteinander. Fehlende Empathie ist ein gewichtiges Problem in der modernen Medizin, zumindest aber eines, das darauf vorbereitet, sich mit existenziellen Situationen auseinanderzusetzen.

Weder lernen angehende Ärzte, wie man einem Patienten eine schwierige Diagnose beibringt, noch wie man auch in bedrohlichen Situationen Hoffnung vermittelt. Auch werden Ärzte nicht darin geschult, Ängste aktiv anzusprechen und mit ihnen umzugehen. So ist die Qualität der Kommunikation im Arzt-Patienten-Verhältnis meist abhängig vom zufälligen Talent des Arztes und seinen Erfahrungen. Die moderne Medizin kann auf Patienten in schwieriger Lage leicht anonym, kalt und gefühllos wirken, der kranke Mensch mit all seinen Hoffnungen und Ängsten fühlt sich mitunter auf seine Diagnose reduziert. Viele Alternativtherapeuten nutzen gezielt diese Furcht vor der sterilen Anonymität eines Krankenhauses und vermitteln ein Gefühl von „verstanden werden“ und Menschlichkeit (oder geben sich zumindest ein entsprechendes Image). Ein weiterer Aspekt, warum einige Ärzte ihre Patienten unbewusst Richtung Alternativmedizin beeinflussen, liegt schlicht im Mangel an Wissen begründet. Kenntnisse über alternative und komplementäre Therapien, über das Konzept der integrativen Medizin generell, werden im Studium und auch später in der Facharztausbildung faktisch nicht vermittelt. So können Ärzte vielfach nicht plausibel erklären, warum eine bestimmte alternative Therapie nicht wirksam oder gar gefährlich sein soll. Und häufig wissen Ärzte auch nicht, welche sinnvollen komplementären Verfahren angeboten werden können. Erprobte und erforschte komplementärmedizinische Maßnahmen werden dann achtlos in eine Reihe mit unseriösen Alternativverfahren gestellt – und alles gleichsam verurteilt. Es kommt auch vor, dass zwischen alternativ und komplementär gar nicht unterschieden wird, obwohl ersetzend etwas ganz anderes bedeutet als ergänzend. Die pauschale Ablehnung jeglicher komplementärmedizinischer Verfahren aber treibt hilfesuchende Patienten geradezu in die Hände charismatischer Heilsversprecher. Diese verstehen sich in der Regel gut darauf, gezielte Fehlinformationen über ihre Alternativmethode zu streuen und zugleich andere (konventionelle oder komplementäre) Behandlungsmethoden schlecht zu reden. Die im Folgenden aufgelisteten Scheinargumente finden sich häufig in der einen oder anderen Formulierung auf den Internetseiten, den Broschüren oder Büchern von unseriösen Alternativmedizinern, vor denen ich mit diesem Aufsatz warnen möchte:

  • Krebs solle man nicht operieren, denn wenn Luft an den Tumor komme, so führe das zur Metastasenbildung.
  • Das gefährlichste am Krebs sei die Chemotherapie, die meisten Patienten würden aufgrund dieser Therapieform versterben.
  • Die mächtige Pharmaindustrie unterdrücke wirksame natürliche Krebstherapien. (Derlei Verschwörungstheorien finden sich besonders häufig bei teuren Therapien ohne Wirkungsnachweis.)
  • Kontrolluntersuchungen seien schädlich und fördern das Krebswachstum etwa durch Strahlenbelastung beim Röntgen. (Mit diesem Argument können unwirksame Therapien besonders lange verkauft werden, da die Unwirksamkeit nicht diagnostisch erfasst wird).
  • Tumorwachstum bedeute ein Ansprechen der Therapie durch „Entzündungsvorgänge“. Wenn die Haut aufplatze und der Tumor „herauskomme“, dann sei das ein gutes Zeichen. Auch zunehmende Schmerzen zeigen einen günstigen „Entzündungsprozess“. Die Therapie müsse daher weitergeführt werden.
  • Krebs sei allein ein Problem der falschen Ernährung. Zucker und Kohlenhydrate wegzulassen bzw. eine bestimmte Form von Diät einzuhalten, reiche völlig aus, um Tumorzellen absterben zu lassen. (Dass Krebs allein ein Problem der falschen Ernährung sei, ist nachweislich falsch; eine fundierte Ernährungsberatung kann bei bestimmten Krebserkrankungen aber eine sinnvolle komplementäre Maßnahme darstellen).
  • Wenn man gesund werden will, so muss man sein Leben, seine Ernährung etc. radikal umstellen. Keinesfalls aber dürfe man Therapien machen, die den Körper weiter vergiften wie Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie.
  • Es gäbe gar keinen Krebs. Krebs sei nur ein Symptom und Ausdruck eines psychologischen Konflikts. Wenn dieser Konflikt aufgelöst werde, so verschwinde auch der Krebs wieder.
  • Krebserkrankungen können durch geistige, göttliche oder kosmische Energien geheilt werden, die gegen Gebühr beim Wunderheiler zu kaufen sind.

Die falsche Wahl: Wie unseriöse alternative Therapieverfahren zu erkennen sind

Mittlerweile gibt es zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass Krebspatienten, die sich allein auf alternativmedizinische Maßnahmen verlassen und keine konventionellen Therapien nutzen, ein höheres Risiko haben, an ihrer Erkrankung zu sterben.1 Diese Studien werden von Anbietern alternativer Therapien natürlich nicht zitiert. Und sicher gibt es auch tatsächlich Patienten, die trotz alternativer Therapien keine verkürzte Lebenserwartung haben und manchmal sogar eine bessere Lebensqualität, da ihnen die Nebenwirkungen konventioneller Therapien erspart bleiben. Es gibt auch zweifelsfrei das Phänomen der Spontanheilung, nur ist es statistisch betrachtet sehr unwahrscheinlich; man sollte sich somit nicht darauf verlassen.

Bei der Diagnosestellung Krebs geraten viele Menschen in einen Schockzustand, der dem Gefühl einer lähmenden Ohnmacht entspricht. Es fällt schwer, klare Gedanken zu fassen, alles ist überlagert von Angst. Quälende Gedanken über die eigene Zukunft, die Zukunft der Familie und über die wirtschaftlichen Folgen der Erkrankung lassen Betroffene oft nicht mehr zur Ruhe kommen. Konfrontiert mit einer ernsten und möglicherweise todbringenden Diagnose neigt der Mensch dazu nach positiveren Szenarien zu suchen. Dies, scheint mir, ist eine typisch menschliche Eigenschaft: Hoffnung. Das bekannte Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt besagt, dass am Prinzip Hoffnung auch bei negativer und negativster Entwicklung festgehalten wird.

Trifft ein Patient in einer Situation von Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht auf einen charismatischen Alternativtherapeuten, so wird es ihm in der Regel schon nach dem ersten Gespräch deutlich besser gehen. Die Mutlosigkeit des Diagnoseschocks weicht der Hoffnung, es gäbe eine Heilungschance. Der Patient will glauben, dass er wieder gesund wird und neigt dazu jenem zu folgen, der dies verspricht. Hoffnung ist häufig stärker als Zweifel. Mit aller Energie stürzt sich der Patient nun auf die neue Therapie, Therapiepläne werden akribisch umgesetzt: Man kann etwas tun, selbst zur Heilung beitragen.

Fast immer folgt irgendwann der Rückfall in die Realität, die Erkrankung ist weiter progredient. Hoffnung und Vertrauen sind dann zwar dahin, aber eine Rückkehr zur Schulmedizin findet oft dennoch nicht statt, sei es, dass die Erkrankung weit fortgeschritten ist, sei es, dass die Scham, auf einen Quacksalber reingefallen zu sein, zu groß ist.

Im Gegensatz zum Scharlatan bemüht sich der normale konventionelle Arzt um eine möglichst korrekte Aufklärung des Patienten. Diesem wird bei der Diagnoseverkündung ein krankheitstypisches Szenario entworfen, das sich an Erkenntnissen und statistischen Daten orientiert. Patienten mit metastasierter Erkrankung wird oft mehr oder weniger schonungslos dargelegt, dass eine Heilungschance nicht besteht. Oft wird auch eine mögliche Lebenserwartung angegeben, die sich in Monaten oder wenigen Jahren bemisst, manchmal sogar mit dem Zusatz: „Mit Therapie ein paar Monate länger.“ Wenn Patienten dann fragen, was sie sonst noch tun können, so folgen manchmal desillusionierende Antworten: „Machen Sie noch eine Reise“ oder „Bringen Sie Ihre Angelegenheiten in Ordnung!“. Für Betroffene bleibt oft nur das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht. Menschen mit einer möglicherweise todbringenden Diagnose wollen sich aber aufgefangen und sicher fühlen. Seinen Patienten nur Statistiken vorzulegen, muss nicht der einzige Weg für ein ehrliches Gespräch sein; auch in der Schulmedizin gibt es immer die Hoffnung auf einen besonders guten Verlauf, vielleicht sogar auf ein Wunder. Jeder Onkologe kennt solche Fälle.

Beim unseriösen Alternativtherapeuten spielen statistische Daten in der Regel gar keine Rolle. Häufig wird mit viel Empathie auf die individuelle Situation des Patienten eingegangen und so eine Vertrauensbasis hergestellt. Je nach konkreter Ausrichtung des Alternativtherapieanbieters werden etwa Zweifel an der schulmedizinischen Diagnose oder den vorgeschlagenen Therapien geschürt und Programme vorgestellt, die angeblich wirksamer, schonender und fast garantiert heilbringend sind. Dankesschreiben anderer Patienten werden ebenfalls oft gezeigt. Hoffnungslosigkeit wird so beseitigt. Man müsse nur das jeweilige Programm korrekt durchführen, dann habe man auch Erfolg.

Beispiele für unwirksame Therapieverfahren

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit folgt eine Auflistung gängiger alternativmedizinischer Verfahren, die als unseriöser, unwirksamer, mitunter auch hochgefährlicher Behandlungsersatz demaskiert wurden, sich aber dennoch einer gewissen Verbreitung erfreuen.

Amygdalin – Das nicht-existente Vitamin B17

Vitamin B17, ein Extrakt aus Aprikosenkernen, soll Krebs heilen können? Hier steckt ein Betrug bereits im Namen: Ein echtes Vitamin B17 gibt es nicht, Amygdalin ist kein Vitamin, sondern ein sekundärer Pflanzeninhaltsstoff, der in Aprikosenkernen, Bittermandeln und in geringerer Menge auch in Apfelkernen vorkommt. Manche Patienten kauen bis zu 60 Aprikosenkerne täglich oder lassen sich Vitamin B17-Infusionslö- sungen verabreichen. Die Substanz hat eine jahrzehntelange Geschichte, sie wurde ursprünglich Laetrile genannt und in den USA angeboten. Vor der Entwicklung moderner Krebstherapien galt sie als Wunderwaffe gegen Krebs. Tatsächlich enthält die Substanz eine inaktive Blausäureform, die durch enzymatischen Einfluss in Blausäure zerfällt. Gesunden Zellen schadet dies nicht, Krebszellen schon. So die Theorie. Eine verlässliche Wirksamkeit konnte jedoch in Studien niemals bewiesen werden. Allerdings haben Forscher der Uniklinik Frankfurt 2014 einen möglichen Wirkmechanismus entdeckt: In Laborexperimenten konnte gezeigt werden, dass bestimmte Eiweiße, die im Zellwachstum regulierend eingebunden sind, durch Amygdalin verändert werden und dadurch das Wachstum isolierter Tumorzellen hemmen können.2 Auf der anderen Seite sind schädliche Wirkungen durch die in Aprikosenkernen enthaltene Blausäure belegt. In den USA wurde die Substanz bereits vor vielen Jahren verboten, lebt aber im Untergrund weiter. Mitunter berechnen unseriöse Alternativmediziner bis zu 5.000 Euro pro Monat für die Aprikosenkernextrakte.

Hulda-Clark-Therapie – Den Krebs wegzappen

Anhänger dieser „Therapieform“ sehen stets Parasiten als Ursache für schwere Erkrankungen. Krebs etwa werde meist durch den Darmegel Fasciolopsis buski ausgelöst. Durch Verzicht auf ätherische Öle wie in Kosmetika und vor allem durch mehrmaliges tägliches Zappen mit einem Gerät, bestehend aus zwei Metallgriffen, die mit einem kleinen schwarzen Kasten mit Batterien verbunden sind, werde der Krebs angeblich geheilt. Die Hulda-Clark-Theorie ist absurd und die -Therapie absolut wirkungslos, aber immerhin nicht direkt schädlich. Es kann aber sehr wohl ein Schaden entstehen, wenn sie anstelle einer nutzbringenden Therapie eingesetzt wird und es so zu Therapieverzögerung kommt. Dies gilt naturgemäß für alle alternativen Therapieverfahren in der Krebsbehandlung.

Die Gerson-Methode – Durch Kaffeeeinläufe Krebs heilen

Der deutsche Arzt Max Gerson beschrieb in seinem Buch, verfasst in einer Ära vor Entwicklung der modernen Krebstherapie, fünfzig Fälle von Heilung mit einer vorwiegend veganen, niedrig kalorischen Diät und reichlich Gemüsesäften, frisch gepressten Kalbslebersäften und Kaffeeeinläufen alle zwei Stunden, Tag und Nacht. Das Original erschien 1958, vor drei Jahren wurde die Neuauflage gedruckt.3 Bei Durchsicht des Buches fällt auf, dass in der Originalausgabe kaum klassifizierbare Krebsarten unter den geheilten Patienten zu finden sind. Meist waren es unspezifische Wucherungen, die als Krebs beschrieben wurden. Auch häufigere Krebsarten wie Lungenkrebs, Darmkrebs oder Brustkrebs kommen praktisch nicht vor. (Damals gab es noch keine zuverlässige Pathologie, die Krebs genau klassifizieren konnte.) Patienten nehmen infolge dieser Behandlung oft zehn bis fünfzehn Kilogramm ab. Die Lebensqualität ist aufgrund der therapiebedingten Einschränkungen häufig reduziert. Die Therapie ist nicht wirksam. Bei Krankheitsprogress trifft die Krankheit auf einen geschwächten Körper.

Die Schwarze Salbe – Den Krebs herausätzen

Die sogenannte „Schwarze Salbe“ enthält ätzende Substanzen, die die obersten Hautschichten auflösen und regelmäßig auch zu Geschwüren führen. Es wird fälschlich behauptet, die Salbe habe auch eine diagnostische Wirkung. Nur wenn ein Knoten, den man taste, wirklich Krebs sei, komme es zu einem Geschwür, mittels der Salbe werde der Tumor „herausgezogen“ und der Mensch sei geheilt. Eine Biopsie sei damit gar nicht erforderlich. Die Therapie ist unwirksam und gefährlich. Patienten, die dieses Verfahren versuchen, leiden oft unter Schmerzen, Blutungen und Infektionen im entstehenden Wundgebiet. In einem extremen Fall (bei einem Hauttumor am Kopf) hatte sich die Salbe durch die Haut und durch die Knochen bis ins Gehirn durchgeätzt. Der Patient kam mit einem großen Loch in der Schädeldecke, der Hauttumor war am Rand des Lochs bis in das Gehirn gewachsen; der vermutlich weltweit erste Fall, wo ein Hauttumor direkt ins Gehirn einwachsen konnte.

Miracle Mineral Supplement – Chlorbleiche

Miracle Mineral Supplement ist ein fantasievoller Name für Chlorbleiche, das in der Industrie etwa als Desinfektionsmittel Einsatz findet. Die Anhänger der Therapie postulieren, die innerliche Einnahme könne eine Vielzahl schwerer Erkrankungen heilen, unter anderem auch Krebs. Belege für diese Behauptung gibt es bislang keine. Das BfArM warnt vor Verätzungen des Magen-Darm-Trakts bei innerlicher Anwendung. Auch die Intestinalflora kann bei Einnahme Schaden nehmen, da die Substanz unspezifisch alle Mikroben abtötet, auch die nutzbringenden.

Antineoplastone – Teure Geheimmittel gegen Krebs

Ein Arzt aus den USA bewirbt seit vielen Jahren eine Therapie mit Antineoplastonen, einem selbst entwickelten Anti-Krebsmittel bestehend aus diversen Peptidgruppen und Derivaten, die gespritzt werden müssen. Die Zusammensetzung wird nicht verraten; angeblich da die Pharmaindustrie das Mittel ansonsten patentieren und verschwinden lassen würde. Das Mittel wird mit verschiedenen (sehr teuren) Immuntherapien kombiniert eingesetzt. Die Behandlungskosten bei einem solchen Programm liegen bei bis zu 50.000 Euro pro Monat. Allein die Neoplastone kosten in etwa 25.000 Euro im Monat. Kauft man allerdings drei Anwendungen, bekommt man eine vierte gratis. Der Nutzen der Antineoplastone ist nicht belegt, die Therapie gilt als Nonsens.4 Nebenwirkungen aufgrund der unkontrollierten Gemische sind häufig.

Radikaldiäten – Den Krebs aushungern

Die meisten Anbieter extremer Diäten berufen sich auf die sogenannte Warburg-Hypothese, eine 1931 mit dem Nobelpreis belohnte Untersuchung, die zeigte, dass Krebszellen Glukose ohne Sauerstoffzufuhr verwerten. Die Schlussfolgerung hieraus ist, dass man durch radikalen Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate den Krebs aushungern könne. Im Extremfall geschieht dies etwa in Form der Breuss-Kur, einem 42-tägigen strengen Saftfasten. Aber auch Diät Varianten wie die Gerson-Diät oder die ketogene Ernährung behaupten Heilungserfolge mit diesem Ansatz. Radikale Diäten scheinen generell nicht wirksam zu sein; keinesfalls sollten sie als alleinige Alternativtherapie genutzt werden. Zum einen gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass Krebszellen sich auch anderer Stoffwechselmechanismen bedienen können, um ihren Energiebedarf zu decken. Zum anderen lassen sich zuckerarme Zustände wie im Reagenzglas im wirklichen Leben nicht herstellen. Fällt der Blutzuckerspiegel zu tief, so kann das Gehirn nicht mehr arbeiten und der Patient fällt ins Koma. Das PET/CT, bei dem radioaktiv markierte Glukoselösung gespritzt wird, zeigt deutlich, dass sich auch im nüchternen Zustand Tumore (neben Gehirn und Herzmuskel) zuerst aus dem normalen Blutzuckerspiegel bedienen. Für Patienten bedeuten solche Diäten oft eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität und einen Verlust an Energie. Auf die Krebsbehandlung angepasste (moderate) Diäten können allerdings als komplementäre Maßnahme Wirkung entfalten und eine Therapie sinnvoll unterstützen.

Neue Germanische Medizin – Alles nur Symptom

Aufgrund von Visionen, die den deutschen Arzt Ryke Hamer in Träumen überkamen, verfocht dieser die These, jeder Krebs heile sich durch Aufhebung psychischer Konfliktsituationen von selbst. Gelinge es nicht, die inneren Konflikte zu lösen, so könne der Krebs auch nicht geheilt werden. Noch zu Lebzeiten verlor Hamer seine Approbation aufgrund spektakulärer Fehltherapien mit zahlreichen Todesfällen, zudem unterlag er in mehreren Gerichtsprozessen und saß wegen Betrugs und der illegalen Ausübung einer medizinischen Tätigkeit mehrere Jahre im Gefängnis. Die „Neue Germanische Medizin“ ist als theoretisches Konzept unsinnig und als medizinische Therapie nachweislich unwirksam. Dennoch gibt es noch immer Therapeuten, die Hamers krude Lehre weiter verbreiten.

Gottesurteile – Krebs heilen mit der Kraft der Gedanken

Das Feld der Wunderheiler ist breit. Viele wirken im Verborgenen, die Reklame erfolgt über Mundpropaganda. Es gibt aber auch einige besondere Exemplare, die mit viel Getöse die Öffentlichkeit suchen. So etwa ein Energieheiler aus den USA, der seinen eigenenForum Komplementäre Onkologie / Immunologie 7 OnkOlOgie Angaben zufolge den Weltrekord im Krebsheilen hält. Nur durch Handauflegen werde die Tumor-DNA zerstört. Die Vorauszahlung für diese Therapie beträgt rund 5.000 Euro. In Brasilien gibt es etwa den selbsternannten Wunderheiler João de Deus. Er könne, gegen Gebühr, die Heilung durch Gott vermitteln und auch, gegen eine höhere Gebühr, eine Art „Operation“ durchführen; dabei kann der Erkrankte auch einen Stellvertreter schicken, der an seiner statt operiert wird. Viele Patienten pilgern seinetwegen nach Brasilien, andere suchen Veranstaltungen mit ihm in Europa auf. João de Deus ist dank seines Talents zur Selbstvermarktung einer der weltweit bekanntesten Scharlatane.

Vitamine – Mit Vitamincocktails gegen den Krebs

Zu einer gewissen Bekanntheit hat es der deutsche Arzt Dr. Matthias Rath gebracht, der die konventionelle Krebstherapie ablehnt und stattdessen die sogenannte Zellularmedizin als Krebsbehandlung propagiert. Dabei kommen vor allem hochdosierte Vitaminprä- parate zur Anwendung. Das propagierte Heilverfahren hat sich in wissenschaftlichen Studien als wirkungslos erwiesen. Rath ist entschiedener Gegner der modernen Pharmaindustrie, der er Völkermord aus Profitgier vorwirft. Nach eigenen Angaben arbeitet das Dr. Rath Forschungsinstitut in Kalifornien derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Krebs.5

Sammelsurien ungeprüfter Therapien

Das Buch Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe: Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapie ist als Ratgeber für Krebspatienten konzipiert und steht stellvertretend für zahlreiche Werke dieser Art. Mit provokanten Formulierungen konterkariert der Autor das Streben der modernen Medizin nach überprüfbaren Therapieergebnissen. Zugleich lobt er eine Reihe alternativer, vielfach nicht wirksamer Therapien in den höchsten Tönen. Eine kritische Bewertung der vorgestellten Verfahren gibt es dabei nicht. Praktisch: Das Therapiezentrum des Autors bietet einen Teil der Verfahren direkt an. Die Lektüre des Buches ist für Patienten nicht von Nutzen, für Ärzte jedoch durchaus, um eine Übersicht zu erhalten, mit welchen Behauptungen und Versprechungen Patienten in die Irre geführt werden.

Ganzheitlichkeit in der schulmedizinischen Therapie

Äußerungen und Beiträge von klassischen Schulmedizinern erzeugen in ihrer Summe den Eindruck, die moderne Medizin führe einen Krieg gegen den Krebs. Der 1971 von Richard Nixon ausgerufene war against cancer ist längst sprichwörtlich geworden und hat das kollektive Verständnis geprägt. So werden etwa Nebenwirkungen konventioneller Behandlungen wie der Chemotherapie oft dargestellt, als handle es sich um Kollateralschäden einer Kriegshandlung. Diese Betrachtung sollte kritisch hinterfragt werden, kann sie doch auch zu Lasten der Patienten gehen.

Eine ganzheitliche Betrachtungsweise seitens des Arztes mit konsequenter Unterstützung des Patienten und seiner gesunden Organsysteme in der Belastungsphase durch Krankheit und aggressive Therapien wäre ein für alle Seiten lohnendes Ziel, unterbleibt aber meist vollständig. Es gibt eine lange Reihe gut untersuchter Therapieverfahren der Komplementärmedizin. Diese umfassen unter anderem eine gesundheitsorientierte, krankheitsangepasste Ernährung, sportliche Betätigung, auch Substitutionen mit Vitaminen und Mineralien sowie ein breites Spektrum immunmodulierender Therapien. Die ganzheitliche biologische Krebstherapie ruht auf den Säulen: Regulation des Stoffwechsels, Stärkung des Immunsystems, körperliche Aktivierung und psychische Stabilisierung.6

Erfreulicherweise erhalten komplementäre Therapieverfahren immer häufiger Raum auf onkologischen Kongressen oder in Fachzeitschriften. Dadurch gelingt auch die Abgrenzung zu den nutzlosen bis gefährlichen Alternativverfahren besser. Eine wirkliche Alternative zur konventionellen Medizin ist seitens der Patienten ohnehin oft gar nicht primär gewünscht. Die meisten Patienten wünschen sich unserer Erfahrung nach ein ganzheitliches Therapieangebot, wobei auch eingreifende schulmedizinische Verfahren akzeptiert werden. Ergänzende Maßnahmen sprechen den Patienten häufig auf einer individuellen Ebene an, können passgenau auf die Erkrankung und die Lebensumstände des Patienten personalisiert werden und den Therapieverlauf positiv beeinflussen bzw. positiv bestimmen. Entscheidet sich ein Patient für komplementärmedizinische Maßnahmen, sollte auch der konventionelle Onkologe anbieten, seinen Patienten auf diesem Wege zu begleiten und den Therapieverlauf regelmäßig zu kontrollieren.

Die Zukunft der Medizin ist – im Sinne der Integrativen Medizin – eine gemeinsame, sie ist erfahrungs- wie evidenzbasiert und berücksichtigt die Individualität des Menschen. Selbsternannte Wunderheiler und Scharlatane gehören von dieser Zukunft ausgesperrt.

 

Quellen

1 Johnson SB, Park HS, Gross CP et al.: Complementary Medicine, Refusal of Conventional Cancer Therapy, and Survival Among Patients With Curable Cancers. JAMA Oncol. 2018 Oct 1;4(10):1375-1381
2 Makarevic´ J, Rutz J et al. (2014): Amygdalin Influences Bladder Cancer Cell Adhesion and Invasion In Vitro. PLoS ONE 9(10): e110244
3 Gerson M: Eine Krebstherapie 50 Fälle: 30 Jahre klinische Erfahrung in der Behandlung fortgeschrittener Krebsfälle durch Diät-Therapie. AKSE-Verlag 2016. (Original von 1958: A Cancer Therapy – Results of 50 Cases.
4 Figg WD: Antineoplastons: When is enough enough? Lancet Oncol. 2018;19(6):733-734
5. vgl. www.dr-rath-foundation.org
6 vgl. Homepage der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr: www.biokrebs.de/therapien

Die Fachzeitschrift Die Naturheilkunde publizierte in ihrer Ausgabe 01/2019 diesen Artikel von Prof. Dr. Herzog.

Die stillen Auslöser von Allergien, Übergewicht und Tumoren

Unser Ziel sollte es sein an Altersschwäche zu sterben und nicht an einer chronischen Erkrankung

Es gibt eine klare Definition für die akute Entzündung. Es gibt leider keine für die chronische Entzündung. Diese ist ein Zustand, von dessen Vorhandensein im Organismus wir lange nichts merken. Erst wenn wir eine Diagnose wie Krebs, Allergie, Atherosklerose, Metabolisches Syndrom, Multiple Sklerose, Rheuma, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarm-Syndrom, Burnout etc. erhalten, rückt die Entzündung plötzlich in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Ratlosigkeit ist dann jedoch groß, denn die Medikamente für diese Krankheiten sind noch nicht gefunden. Es gibt allerdings eine ganze Reihe indirekter Zeichen, die für einen chronischen Entzündungszustand im Körper sprechen. Wenn wir lernen, die Zeichen, die uns unser Organismus sendet zu interpretieren, dann können wir eine Menge tun, um die Katastrophe der Diagnose zu vermeiden oder zumindest zu verschieben. Dieses Buch legt deshalb sehr großen Wert auf die Sensibilisierung des Körpergefühls und der Körperwahrnehmung. Es enthält eine Reihe von Tabellen und Skalen, die Sie dabei unterstützen möchten, Ihre Selbstwahrnehmung zu schulen, um die indirekten Zeichen der chronischen Entzündung früh genug zu erkennen und dann durch eine Änderung Ihres Lebensstils, die Entzündung in ihre Schranken zurück zu verweisen. Mehr dazu finden Sie, wenn Sie mich durch das Buch begleiten.

Mit Biestmilch vorbeugen und behandeln

Biestmilch/Kolostralmilch ist eine komplexe Komposition wie jedes Lebensmittel auch und besteht aus einer Vielzahl bioaktiver Moleküle. Sie ist kein Nahrungsergänzungsmittel, das im Labor entwickelt wurde. Sie ist ein Lebensmittel, das für den Nachwuchs den ersten unentbehrlichen Schluck Leben und Überleben bedeutet. Sie ist unglaublich nahrhaft und gibt dem Neugeborenen alles, was es zunächst braucht. Biestmilch ist die erste Nahrung, mit der wir überhaupt in Kontakt kommen. Sie versetzt alle Organe und Organsysteme in den Funktionsmodus, den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Nerven, den Bewegungsapparat, die Blutgefäße etc.

Link zum Buch:

ENTZÜNDET! Die stillen Auslöser von Allergien, Übergewicht und Tumoren

Dr.­ Susann Kräftner
Kneipp Verlag

Heilpilze in der Onkologie

Dem Immunsystem Kompetenz geben – Heilpilze in der Onkologie

Aktuelle Studien belegen positive Effekte / Dr. Ortwin Zais

 

NK-Zellen (natürliche Killerzellen) sind ein wichtiger Teil einer Antwort des Immunsystems auf „Fremdes”. Besonders bei einem Angriff durch Viren oder bei Tumorzellen wirken die NK-Zellen als Vertreter der ersten Immunantwort. In der therapeutischen Begleitung von Tumorerkrankungen kommt den NK-Zellen eine besondere Bedeutung zu. Der Angriff der NK-Zellen richtet sich gegen bestehende wie auch entstehende Tumorzellen. Heilpilze, die in besonderem Maß die Bildung von NK-Zellen aktivieren, sind natürlich und stehen nicht in negativer Wechselwirkung zu Chemotherapeutika oder anderen therapeutischen Maßnahmen bei Tumorerkrankungen. Daher können Heilpilze unabhängig und effektiv eingesetzt werden. Im Rahmen einer Studie konnte gezeigt werden, wie die NK-Zell-Aktivität unter dem Einfluss von Heilpilzen an Effektivität zunimmt.

Jede Zelle, unabhängig von ihrer Funktion oder Herkunft, hat auf der Oberfläche Rezeptoren. Mit Hilfe dieser Rezeptoren werden Kontakte gesteuert, Aktionen gestartet oder unterbunden. Für das Immunsystem entscheidend ist die Information „Freund oder Feind“ an der Zelloberfläche.

Körpereigene Zellen werden unter anderem durch MHC-1-Komplexe gekennzeichnet. Fast alle Zellen des Menschen tragen an ihrer Oberfläche MHC-1-Rezeptoren. Mit diesen reagieren die Abwehrzellen des Immunsystems dann, wenn über diese MHC-1-Rezeptoren Gefahr signalisiert wird. Und Gefahr für den Körper ist alles, was sich nicht in die Gemeinschaft der 70 Billionen Zellen, die einen Menschen ausmachen, einbindet.

MHC-1-Komplexe, die in ihrer Ausprägung in einer Weise verändert (abgeschwächt) sind, dass sie vom Immunsystem als ungewöhnlich oder gar fremd identifiziert werden, lösen eine Immunantwort im Sinne einer Zellzerstörung aus. Auch T-Lymphozyten sind ein Teil dieses Abwehrmechanismus. Zur Aktivierung der T-Lymphozyten ist es allerdings notwendig, dass die MHC-1-Komplexe, unabhängig von Freund oder Feind, bekannt sind.

Zeigen die MHC-1-Komplexe leichte Veränderungen oder sind gar völlig unbekannt, kommen die Nk-Zellen ins Spiel. Sie gehören zur unspezifischen Immunantwort und greifen die Zellen an, die veränderte, fremde oder keine MHC-1-Komplexe an ihrer Zelloberfläche tragen. Viren oder Tumorzellen gehören zu den Zielen der NK-Zellen.

Viren und Tumorzellen tragen auf ihrer Zelloberfläche veränderte MHC-1-Komplexe oder lassen diese gänzlich vermissen. Diese Zellen werden dann von NK-Zellen angegriffen und über eine komplizierte Kaskade an Abläufen letztlich eliminiert. Zellen, die körpereigen sind, tragen für das Immunsystem bekannte MHC-1-Komplexe. Für diese Komplexe besitzen NK-Zellen entsprechende Rezeptoren, die eine Aktivität im Sinne einer Abwehr und Vernichtung unterbinden.

NK-Zellen werden aus lymphatischen Stammzellen hauptsächlich im Knochenmark, aber auch in Leber und Thymus gebildet. Dem Botenstoff Interleukin 15, der nahezu ausschließlich im Knochenmark zu finden ist, kommt in der Entwicklung einer Stamm- zu einer NK-Zelle eine wesentliche Bedeutung zu. Interleukin 2 und Interleukin 18 sind weitere Botenstoffe, die die Entwicklung der NK-Zellen triggern.

 

Wirkung auf das Immunsystem

Die Zellen des Immunsystems machen etwa zwei Kilogramm des Gesamtkörpergewichtes aus. Alle Stoffe, die den Menschen auf verschiedensten Wegen erreichen, werden durch das Immunsystem kontrolliert. Dabei spielt Toleranz eine ebenso wichtige Rolle wie die Erkennung von Freund und Feind. Toleranz beschreibt die Fähigkeit des Immunsystems zu erkennen, was zwar fremd für den Körper ist aber trotzdem einen Weg in das System finden darf. Hierzu gehören zum Beispiel Nahrungsmittel. Viren, Bakterien und veränderte Körperzellen sind dagegen für das System Mensch nicht tolerabel und daher zu eliminieren.

Der regulierende und fördernde Einfluss der Heilpilze auf das Immunsystem ist bekannt. Verschiedene Substrate aus den Pilzen sorgen für ein breites Spektrum an Unterstützung. So hat zum Beispiel der Reishi (Glänzender Lackporling/ Ling Zhi;Ganoderma lucidum) über 400 bekannte bioaktive Substanzen „an Bord“. Das trifft in ähnlichem Umfang auf alle Heilpilze zu.

B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin K1 und Vitamin A, Vitamin C, Carotin sowie Ergosterin sind in verschiedener Konzentration in Heilpilzen zu finden. An wesentlichen Mineralien enthalten Heilpilze Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Zudem lassen sich Spurenelemente wie Zink, Germanium, Kupfer, Selen, Mangan und Molybdän nachweisen. Mindestens sieben der acht essenziellen Aminosäuren sind in Heilpilzen enthalten. Ballaststoffe sorgen für eine Stuhlregulierung, binden Toxine und beeinflussen den Cholesterinstoffwechsel.

Triterpene besitzen anti-allergische Eigenschaften, beeinflussen den Leberstoffwechsel und regen das Immunsystem an.

Polysaccharide, in der Hauptsache ß-Glucane, regen in hohem Maße die Bildung von Zytokinen, T-Helfer-Zellen, Immunmodulatoren und NK-Zellen an.

 

Die NK-Zell-Aktivierung

Insbesondere der Einfluss auf die Aktivierung von NK-Zellen stand im Mittelpunkt einer Untersuchung, die in einem deutschen Labor mit einem Pilzkombinationspräparat aus Extrakt und Pulver mit verschiedenen Pilzarten durchgeführt wurde [1]. Verschiedene Heilpilze wurden dabei in ihrer Auswirkung auf die Aktivitätssteigerung von NK-Zellen verglichen. Ausgehend von drei Stufen einer Grundaktivität (stark reduziert, reduziert und normal) zeigten Agaricus blazei murill (Sonnen- oder Mandelpilz) und Maitake (Klapperschwamm / Laubporling, Grifola frondosa) erwartungsgemäß eine Aktivierung der NK-Zell-Aktivität.

 

Die Laborstudie zeigt, dass insbesondere Patienten mit einer stark reduzierten NK-Zell-Grundaktivität, wie beispielsweise. bei Krebspatienten, der Nutzen der Heilpilze besonders groß ist.

Überraschend und für Therapiekonzepte gerade in der Onkologie besonders interessant, ist die Tatsache, dass der Hericium erinaceus (Igelstachelbart / Affenkopfpilz) die stärkste Aktivierung der NK-Zell-Aktivität aufweist – und zwar in allen beschriebenen Gruppen (stark reduziert, reduziert und normal).

Hericium:                                                            214 +/- 75 % (n=27)

Agaricus:                                                           180 +/- 77 % (n=30)

Maitake:                                                            161 +/- 38 % (n=26)

Coriolus:                                                            159 +/- 46 % (n=28)

Coprinus:                                                           142 +/- 38 % (n=28)

—————————————————————————————–

Polyporus:                                                               125 +/- 15 % (n=27)

Auricularia:                                                             125 +/- 21 % (n=25)

Reishi:                                                                      123 +/- 19 % (n=24)

Roter Ginseng:                                                         120 +/- 21 % (n=29)

Cordyceps:                                                               116 +/- 16 % (n=29)

Shiitake:                                                                   116 +/- 21 % (n=26)

 

Das ist deswegen gerade in der Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen besonders spannend, weil der Hericium seinen Focus auf der Magen- und Darmschleimhaut hat. Der Darm wiederum ist das wichtigste immunologische Organ und leidet extrem unter der modernen Chemotherapie. Mit der Wirkung auf die NK-Zell-Aktivität erweitert sich das Spektrum der Versorgung von Tumorpatienten mit Heilpilzen um ein Vielfaches.

Interessant ist, dass auch der Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete) einen günstigen Einfluss auf die NK-Zell-Aktivität hat. Er ist intensiv beforscht und zeigt bei verschiedenen Tumorentitäten günstige Verläufe in den Überlebensraten im Vergleich zu konventioneller Therapie und/oder Placebo. Dieser Heilpilz enthält zwei wichtige aktive Substanzen als proteingebundene Polysaccaride, nämlich PSK (Krestin) und PSP (Polysaccarid-Peptid). Der Schwerpunkt des Coriolus liegt in der regulativen Unterstützung bei chronischer Entzündung, die eine wesentliche Ursache in der Genese von Tumorerkrankungen ist.

Außerdem weist der Coriolus eine hohe Aktivität gegen Viren, Bakterien und schädlichen Mykosen auf. Derartige „Nebenbaustellen” sind bei Tumorpatienten häufig zusätzliche Belastungen. Antibiotika als Chemotherapeutika – so wurden Antibiotika lange Zeit genannt bevor dieser Begriff Eingang und Alleinstellungsmerkmal in der Krebstherapie erfuhr – weisen wiederum ein belastendes Nebenwirkungspotenzial auf.

Alle Heilpilze besitzen die Fähigkeit, Betroffenen ihre Immunkompetenz zurück zu geben. Gerade in der Onkologie werden für verschiedene Heilpilze positive Effekte beschrieben. Sie beziehen sich auf bessere Verträglichkeit konventioneller und aggressiver Chemotherapie und Bestrahlung. Metastasenbildung oder Zweittumore als Folge, zum Beispiel von Strahlentherapie, werden signifikant reduziert.

 

Fazit

Eine bessere Lebensqualität mit weniger Erschöpfung, verbesserter Leistungsfähigkeit, daher auch immunologisch bessere Voraussetzungen sind einige wichtige Aspekte, die den Einsatz von Heilpilzen in der Onkologie so wertvoll machen. Mit der Darstellung des Einflusses von Heilpilzen auf die NK-Zell-Aktivität ist ein weiterer Aspekt in der Nutzung von Heilpilzen bei der Behandlung von Tumorerkrankungen nachhaltig belegt.

Quellen:

[1] Es handelt sich um eine beauftragte Laborstudie zur NK-Zellaktivität verschiedener Vitalpilzarten. Verwendet wurden in der Untersuchung Terra Mundo Pilzkombinationspräparate (Zusammensetzung: 250 mg Extrakt, 150 mg Pilzpulver, 30 mg Bio-Acerola)

[2] Eliza WL, Fai CK, Chung LP: Efficacy of Yun Zhi (Coriolus versicolor) on survival in cancer patients: Systematic review and meta-analysis. Recent Pat Inflamm Allergy Drug Discov. 2012 Jan;6(1):78 – 87.

Krebspatienten wünschen sich mehr Lebensqualität

Die Diagnose Krebs bedeutet immer noch einen tiefen Einschnitt in das Leben der Betroffenen. Eine ganzheitliche Therapie betrachtet Körper, Geist und Seele als Einheit. Sie kann dem Patienten eine wertvolle Unterstützung bieten und die Lebensqualität spürbar verbessern.

Operation, Chemo- und Strahlentherapie sind die bewährten Standardmethoden in der Behandlung von Krebserkrankungen. Viele Patienten leiden durch die Erkrankung oder als Nebenwirkung der Therapie an Schlafstörungen, Erschöpfung, Appetitmangel, Schmerzen und Niedergeschlagenheit. Hinzu kommt, dass die Patienten in dieser schwierigen Situation oftmals auch Nähe, Vertrauen, Verständnis, Wertschätzung, Mitgefühl, also kurz menschliche Wärme vermissen.

Immer mehr Patienten wollen mit einem ganzheitlichen Therapieansatz zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen und die schulmedizinische Behandlung unterstützen. Die am häufigsten eingesetzte komplementäre Krebsbehandlung ist die Misteltherapie, die auf über 100 Jahren Erfahrung basiert Sie wird unterstützend zur schulmedizinischen Tumorbehandlung oder auch im fortgeschrittenen Stadium angewendet. In zahlreichen Studien wurden ihre Wirkungen nachgewiesen. Patienten erleben das am deutlichsten in Verbesserungen bei der Lebensqualität, was sich z.B. in besserem Schlaf, geringerer Erschöpfung und Müdigkeit, vermindertem Schmerz, zunehmendem Appetit und weiteren Faktoren äußern kann.

Die Misteltherapie regt die Selbstheilungskräfte an, stärkt das Immunsystem und normalisiert die Temperaturregulation, so dass der Körper besser durchwärmt wird. Das als unangenehm empfundene Kältegefühl und Frösteln lassen nach und das Allgemeinbefinden bessert sich. Weiter kann die Misteltherapie Krebspatienten dabei unterstützen, die Weichen ihres Lebens neu zu stellen und aktiv zu ihrer Therapie beizutragen. Denn Patienten spritzen das Präparat nach Anleitung durch den Arzt in der Regel selbst unter die Haut.

Mithilfe von Herstellerangaben können Therapeuten den geeigneten Wirtsbaum auswählen und die Therapie individuell auf ihre Patienten abstimmen.

Nutzen und Risiken komplementärer und alternativer Therapien bei Krebs: Sind solche Therapieverfahren sinnvoll?

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene immer ein Schock. Das Urvertrauen in die körperliche Gesundheit und Unversehrtheit ist plötzlich gestört, Angst und oft auch Ratlosigkeit herrschen vor. Therapiemöglichkeiten der Schulmedizin wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung verursachen häufig noch zusätzliche Ängste wegen der bekannten Nebenwirkungen, aber auch oft wegen Schicksalen, die man in der eigenen Familie oder im Umkreis mit diesen Therapien miterlebt hat.

Heute im Zeitalter der Verfügbarkeit von unendlich viel Information über das Internet (“ Dr. Google“) finden Patienten Informationen für alle Krankheiten vor allem für Krebs. Vergessen wird bei der Einholung von Information über die modernen Medien jedoch oft, dass diese Information keiner Kontrolle unterliegen, ob sie korrekt sind oder nicht. Man muss sogar davon ausgehen, dass mehr als 75% aller dieser Informationen nicht nützlich sind oder für Patienten sogar schädlich sein können. Bei Patienten mit Krebs, bei denen eine falsche Strategie oder eine verzögerte Therapie zu vermehrtem Leid oder sogar zu früherem Tod führen könnte, ist dies eine gefährliche Konstellationen.

Auf der anderen Seite zeigt sich in Studien, dass besser informierte und an ihrer Heilung mitwirkende Patienten die bessere Prognose haben.

Wie können Patienten nun unterscheiden, welche Informationen nützlich sind oder nicht? Gibt es Warnsignale, die man nicht übersehen sollte? Welche der vielen angebotenen alternativen Therapien bei Krebs, seien es Diäten, seien es spirituelle oder andere Verfahren, sind sinnvoll und nützlich?

Gerade bei einer einschneidenden Diagnose wie Krebs mit manchmal vielfältigen und widersprüchlichen Therapieangeboten ist es wichtig mehrere Meinungen einzuholen. Viele Patienten kommen daher auch ambulant zu einer Besprechung ihrer Krankheitssituation und möglicher Therapiealternativen in die Privatpraxis Dr. Herzog.

Zahlreiche Patienten möchten aber auch wissen, welche zusätzlichen ergänzenden komplementäre Therapieverfahren sinnvoll sind zur Stärkung des Immunsystems, zur Reduktion chemotherapiebedingter Nebenwirkungen und zur Verbesserung bzw. Erhaltung der Lebensqualität. Viele dieser Therapieverfahren sind auch ambulant möglich, zum Beispiel die lokale Hyperthermie, Infusionstherapien, Ozontherapie, Magnetfeldtherapie oder Physiotherapie.

Elephant Multiprediktor: Die neue Dimension in der personalisierten Krebsbehandlung

Tumoren sind individuell wie der Fingerabdruck des Patienten. Ohne das Wissen um die genetischen Besonderheiten des individuellen Tumors funktioniert auch eine leitliniengerechte Therapie nur nach dem Versuch und Irrtum Prinzip mit viel Hoffnung.
Eine individualisierte Krebsbehandlung, die diesen Namen verdient, ist ohne eine umfassende Analyse des genetischen Fingerabdrucks grundsätzlich nicht möglich. Wenn für die Tumorbehandlung gegenwärtig überhaupt molekulare Tests zu Grunde gelegt werden, sind diese sehr simpel und nur von begrenzter Aussagekraft.
Die von NextGen Oncology entwickelte ELE.PHANT Analyse erstellt dagegen ein therapiefokussiertes umfassendes genetisches Abbild des Tumors. Untersucht werden alle behandlungsrelevanten Anteile des Tumorgenoms: Alle 20 000 Gene des Menschen werden bezüglich ihrer Aktivität analysiert. Alle diese Gene werden in Bezug auf therapierelevante Mutationen hin untersucht. Die wichtigsten Krebsgene werden gesondert analysiert. Die Untersuchungen werden, wo erforderlich, durch immunhistochemische Zusatzuntersuchungen ergänzt.
In einem umfassenden ELE.PHANT Report erfolgt dann die klinische Bewertung der Ergebnisse dieser Untersuchungen. Grundlagen dieser Bewertung ist unsere proprietäre Follow-up-Datenbank OncoDataBase Düsseldorf und der Abgleich des genetischen Fingerabdrucks mit weltweit und lokal durchgeführten aktuellen Therapiestudien. Alle medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten in Bezug auf die genetischen Merkmale des Tumors werden dargelegt.
ELE.PHANT liefert darüber hinaus die notwendigen genetischen Informationen für das Design von individuellen Krebsimpfstoffen auf der Grundlage von mutierten Neoantigenpeptiden.